Saarschleife (Aussichtspunkt Cloef)

Die Saarschleife bei Mettlach ist das Wahrzeichen des Saarlands. Und wer die Saarschleife in perfekter Bilderbuchmanier einsehen will, geht zum Aussichtspunkt Cloef. Hier ließen sich nicht nur namhafte Politiker ablichten, sondern alljährlich kommen Tausende von Wanderern und Tagesurlaubern zur Cloef, um den Blick auf die Saarschleife zu genießen.

Der Aussichtspunkt Cloef liegt 180m über der Saarschleife und bietet eine einmalig schöne Sicht. La clœf, wie es in Französisch heißt oder Clef, moselfränkisch ausgesprochen, liegt auf einer vorspringenden Felsformation aus Taunusquarzit, der sich bis ans Saarufer hinunter zieht. Droben sind eine Schutzhütte und eine Aussichtsplattform.

Zur Cloef kommt man gut vom Cloef-Atrium in Orscholz aus. Ein knapper Kilometer Fußmarsch werden von dem Blick über die Saarschleife gekrönt. Zuvor kann man sich im Cloef-Atrium mit ausreichend Informationen über das Wandergebiet und die Saarschleife eindecken.

2016 wurden Cloef und Saarschleife um eine Attraktion ergänzt, den Baumwipfelpfad Saarschleife. Der führt auf einer Höhe von bis zu 23m über dem Boden vom Cloef-Atrium aus über 1.250m Distanz zu einem eigens errichteten und durchaus monumentalen Aussichtsturm Saarschleife. Baumwipfelpfad und der 42m hohe Aussichtsturm Saarschleife sind allerdings nur kostenpflichtig zu nutzen.

Zwischen Orscholz und den südlich gelegenen Ortsteilen Tünsdorf und Nohn liegt mit 100ha das Naturschutzgebiet Steinbachtal westlich Saarschleife. In Nohn selbst steht die Filialkirche St. Medardus unter Denkmalschutz. In ihrem Inneren ist ein Barockaltar aus der Zeit um 1700. Schöne Ausblicke genießt man hier vom Rammelsfels, dem Schleifsteinskopf – mit Blick auf die Saarschleife – und vom Hummerscheid.

Direkt an der Saarschleife liegt der Mettlacher Ortsteil Dreisbach mit einer Jugendherberge und noch viel wichtiger: mit der Möglichkeit die Saarschleife per Fähre zu überqueren. Am Steinbacher Ufer kann man das Fährboot Welles nutzen, um zum Höhenzug auf der anderen Seite zu gelangen. Die letzte Saarfähre bringt Fußgänger und Radler rüber. Der Name Welles rührt von einer einstigen Stromschnelle her. Früher war hier nur eine kleine Fahrrinne geeignet zum Übersetzen und wer die verfehlte, gelangte ganz schnell an die Felswand.

Ganz eng umarmt die Saarschleife einen schmalen Höhenzug, den man Burgberg nennt. Da oben drauf liegt die Burg Montclair (12. Jahrhundert) und es gab einst eine Burg Skiva (9. Jahrhundert) auf dem sogenannten Burgberg bei rund 281m. Von der ist allerdings nichts Bauliches mehr oberirdisch erhalten, außer Hügel und Gräben. Von der Burg Montclair stehen noch Ruinenteile auf etwa 290m.

Die Traumschleife Cloef-Pfad führt durch die wundervolle Landschaft mit dem sagenhaften Ausblick. Fast die Hälfte der Wegeführung durch das interessante Taunussteinrelief führt über Pfade und schmale Wege. Weitere Abwechslung und auch ein wenig Kondition braucht es beim Wandern durch den Steilhang. Neben den Aussichten fasziniert auch das Steinbachtal.