Unkeler Bogen

Unkel liegt am Übergang vom Siebengebirge in den Rhein-Westerwald. Hier schlägt der Rhein einen kleinen Bogen, woher die Stadt Unkel ihren Namen hat: uncus heißt im Lateinischen nämlich Bogen. Neben der Stadt Unkel liegen am Unkeler Bogen die Stadtteil Scheuren und Heister sowie die Gemeinden Bruchhausen, Erpel und Rheinbreitbach. Unkel ist bekannt für sein besonders mildes Klima, denn die kalten Nord- und Ostwinde werden hier vom Siebengebirge abgestoppt.

Die Rotweinstadt Unkel – einst bekannt für den Unkeler Funkeler genannten Tropfen – war nicht nur Sommerresidenz des Persil-Fabrikanten Friedrich Karl Henkel, sondern seit 1979 auch der Altersruhesitz des früheren Bundeskanzlers und Friedensnobelpreisträgers Willy Brandt, der hier 1992 verstarb.

Bekannt ist der Unkeler Bogen durch die Brücke von Remagen, von der die mächtigen Brückenpfeilger noch heute unterhalb der Erpeler Ley (191m) zu sehen sind. Die Brücke von Remagen wurde im Ersten Weltkrieg als Nachschublinie für die Westfront errichtet und gelangte 1945 zu weltweiter Berühmtheit. Sie war die vorletzte intakte Brücke über den Rhein, deren Sprengung der deutschen Wehrmacht misslang. Als die US-Luftaufklärer dies merkten, änderte General Eisenhower seine Pläne und ließ die Brücke im Handstreich nehmen und binnen 24 Stunden über 8.000 Soldaten übersetzen. Dieses Wunder von Remagen half, den Krieg zu verkürzen, kostete aber den Oberbefehlshaber West seinen Job und vier deutsche Offiziere ihr Leben. Auf persönliche Anordnung Adolf Hitlers wurden sie exekutiert.