Unkel-Scheuren

Im Ahle EckIm Ahle Eck

Zwischen dem Unkeler Bahnhof und den Bergen der Linzer Höhe liegt der Stadtteil Scheuren. Den Ortskern bilden viele gut erhaltene Fachwerkhäuser, die sich um den 1982-84 von den Bürgern in Eigenleistung gestalteten Ortsmittelpunkt gruppieren, über den die heilige Barbara als Bergmannspateronin wacht. Das Standbild der heiligen Barbara wurde von der Bildhauerin Helene Ramershoven geschaffen.

Bekannt ist Scheuren vor allem für seine spätgotische Kapelle, den Scheurener Dom, der ursprünglich 1519 gebaut, dann aber 1583 im kurkölnischen Krieg wieder zerstört wurde. 1683 erfolgte ein Neubau, bei dem die Kapelle einen barocken Hochaltar erhielt. Die beiden Engel, die über dem Altar schweben, stiftete Konrad Adenauer. Er hatte sie zu seinem 80. Geburtstag von Wirtschaftswunder-Minister Ludwig Erhardt erhalten.

Einmal im Jahr wird rund um den Dom das historische Scheurener Domfest gefeiert. Am zweiten Wochenende im Mai kommen Ritter, Gaukler und fahrende Musikanten nach Scheuren und veranstalten einen mittelalterlichen Markt mit vielen kunsthandwerklichen Schaustücken. Samstags findet der Mercatus Nocturnus statt, ein mittelalterlicher Nachtmarkt mit abschließendem Feuerspectaculum.

Hinter dem Scheurener Dom betreibt Teo Oltmanns seit 1998 in einer restaurierten Gründerzeitvilla die Galerie Oltmanns, die weit über die Region ausstrahlt. Die Galerie Oltmanns versteht sich als Forum für verschiedene Formen des Realismus. Schwerpunkte bilden Künstler der „verschollenen Generation“, also Künstler, die im Regime des Nationalsozialismus verfemt waren. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Werken expressiver Künstler aus den Kunstzentren der ehemaligen DDR, die nicht dem sozialistischen Realismus gefolgt sind.