Tiergartentunnel-Wanderweg Westroute (Eifel)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 50 Min.
Höhenmeter ca. ↑170m  ↓170m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Blankenheim ist eigentlich bekannt für die Quelle der Ahr, einem der wichtigsten Flüsse in der Eifel. An der Quelle allerdings hat die Ahr so wenig Wasser, das man damit nicht die Besatzung der Burg Blankenheim sicherstellen konnte. Also bauten die Burgherren eine Wasserleitung. Das klingt nicht spektakulär, war es aber, denn im Mittelalter wurden nördlich der Alpen so gut wie keine Tunnel gegraben, so dass der Blankenheimer Tiergartentunnel ein herausragendes baugeschichtliches Zeugnis ist.

Der Tiergartentunnel-Wanderweg in Blankenheim erschließt auf knapp 20km Länge 18 Informationsstationen rund um das Thema Wasserversorgung. Wem das zu lang ist, der kann den Wanderweg über den örtlichen Wanderweg 13 abkürzen. Dann kommt man zwar nicht zum eigentlichen, nur 150m langen Tunnel, genießt dafür aber eine Wanderung durch die abwechslungsreiche Natur der Eifel.

Wir starten am Bahnhof im Blankenheimer Ortsteil Wald, der von der Eifelstrecke angefahren wird, die von Köln über Euskirchen, Gerolstein und Bitburg nach Trier-Ehrang führt. Vom Bahnhof halten wir uns links, passieren schnell die Bundesstraße B 258und wandern parallel zur Bahnstrecke durchs Urfttal.

Nachdem man die Bahnstrecke passiert hat, kommt man auf den Eifeler Quellenpfad, der nach wenigen hundert Metern am Naturschutzgebiet Haubachtal auf den Eifelsteig einmündet. Im Haubachtal findet man nicht nur Orchideen, sondern auch seltene Falter, Amphibien und Vögel.

Vor einem kleinen Weiher zweigt der örtliche Wanderweg 13 ab, dem wir nun nach Blankenheimerdorf mit der sehenswerten katholischen Pfarrkirche St. Peter und Paul aus dem 17. Jahrhundert folgen.

Hinter Blankenheimerdorf wandert man auf einer alten Römerstraße durch das Waldstück Olbrück. Nachdem die Bundesstraße B 51 passiert ist, erreicht man den Altenburger Kopf, wo im 10. Jahrhundert die Altenburg errichtet wurde. Dafür übrig ist heute nur noch die rund 40m hohe Kalksteinrippe, auf der einst die Burg stand, die – da sie nicht erweitert werden konnte – aufgegeben wurde. Stattdessen baute man Burg Blankenheim auf.

Wenn wir uns wieder der Bahnstrecke im Urfttal nähern, stoßen wir auf den Standort einer mittelalterlichen Turmhügelburg (Motte), von der allerdings nichts mehr zu sehen ist. Dann geht es durchs Urfttal zurück zum Bahnhof in Blankenheim-Wald.


Diese Wanderung wurde als winterwanderbar ausgezeichnet. Winterwanderbar sind Wanderungen, die man auch bei schlechtem Wetter empfehlen kann. Die Auswahl von winterwanderbaren Wanderwegen erfolgt u.a. durch den Erlebniswert der Wanderstrecke. Auch Wegbeschaffenheit und touristische Infrastruktur sind wesentliche Eigenschaften für die Vergabe des Prädikats.

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