Salchendorfer Runde mit Pfannenbergturm und Wodanstolln


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 49 Min.
Höhenmeter ca. ↑278m  ↓278m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Unsere heutige Tour ist eine richtig runde Sache, fast kreisrund um Salchendorf bei Neunkirchen im Siegerland mit seiner Eisenerz-Bergbaugeschichte und seinem Waldreichtum.

Start ist beim Schwimmbad Freier Grund, wo es an heißen Tagen kaum einen freien Parkplatz gibt, aber ansonsten problemlos. Wir wollen hinauf auf den 499m hohen Pfannenberg, die höchste Erhebung im Siegener Stadtgebiet, das sich nördlich von uns befindet. Nach rund 6,3km werden wir durch den Wald dort sein. Auf dem Weg hinauf queren wir mit Obacht „auf der Schränke“ die Kölner Straße. Die Schränke ist zugleich ein Lokal mit Wanderparkplatz. Wir folgen dem Weg am Adolfschacht.

Wie viele Höhen im Siegerland ist auch der Pfannenberg von Stollen durchsiebt. In diesem Fall mehrheitlich die der Grube Pfannenberger Einigkeit mit einer damalig beachtlichen Tiefe von 1.338m. Von 1810 bis 1962 wurde tonnenweise das Erz herausgeholt. Jetzt ist auf dem Pfannenberg ein wichtiger Arbeitgeber der Region die Unternehmensgruppe Schäfer Werke.

Auf dem Pfannenbergkopf steht der Pfannenbergturm. Er misst fast 20m, wurde 1934 errichtet und war ein Förderturm aus Stahlfachwerk. Man kann herrlich von oben über das waldreiche Siegerland schauen, sieht die Gipfel des Rothaarkamms nordöstlich, den Westerwald südlich. Und wenn das Wetter mitspielt zeigt sich am Horizont das Siebengebirge mit dem Drachenfels.

Abwärts geht’s mit Wald und dann mit Wiesen. Salchendorf breitet sich unterhalb aus und uns gegenüber breitet sich ein anderer großer Spross aus, dieser heißt SSI-Schäfer – man kennt seine Erzeugnisse vielleicht als schluckender Diener vor der Haustür in unterschiedlichen Farben.

Am Bleicheweiher vorbei biegen wir nach rechts in die Weiherstraße, nehmen den Alten Hohlweg, biegen rechts in den van-Kinsbergen-Ring, nach rechts in den Gähneweg, queren die Kölner Straße, folgen der Arbachstraße zum Wodanstolln nahe dem Gleis. 1732 wurde er angelegt und diente bis 1920 der Erzgewinnung. 1997 wurde er vom Heimatverein als Besucherbergwerk eröffnet, mit 600m des Stollens und der historischen Gerätschaften, was man an ausgesuchten Sonntagen anschauen kann.

Dann wandern wir mit der Straße Arbachshütte am Salchendorfer Friedhof vorbei, orientieren uns immer abwärts, biegen nach links in die Rensdorfer Straße und das geparkte Fahrzeug rückt immer näher.

Bildnachweis: Von Dbawwsnrw [CC BY] via Wikimedia Commons

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