Rundwanderung Heftricher Moor und Dattenbachtal


Erstellt von: RS
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 30 Min.
Höhenmeter ca. ↑276m  ↓276m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Etwa einen Kilometer südlich des Idsteiner Stadtteils Heftrich im Taunus liegt direkt an der Landstraße nach Lenzhahn die Alteburg. Bei der Alteburg handelt es sich um ein ehemaliges Römerkastell, das sich heute leider nur noch anhand von schwachen Spuren im Boden erahnen lässt.

Am Parkplatz an der Alteburg starten wir standesgemäß diese Wanderung über den Limesweg zunächst in nordöstliche Richtung, doch bald darauf biegt der Limesweg nach Süden in Richtung Hasenmühle ab. Unterwegs passiert man dabei die „Schinderhannes Eiche“, die leider im Jahre 1975 altersbedingt umstürzte. Heute erinnert eine aufgestellte Informationstafel an den einst mächtigen Baum. Übrigens erhielt die mächtige Eiche ihren heutigen Namen erst nach 1800, denn unter ihrer Krone soll der bekannte Schinderhannes um 1801 hier einen Erpresserbrief an den Fuchsmüller geschrieben haben.

Nachdem wir die Hasenmühle hinter uns gelassen haben, zweigt bald an einer Kreuzung der Limesweg nach links ab, unsere Wanderung aber führt uns nach rechts auf den Dattenbachweg. Durch schönen Wald wandert man jetzt leicht abwärts bis zu einer Landstraße. Über selbige und den kleinen Dattenbach hinweg geht es nun ebenfalls durch Waldgebiet, immer aufwärts, vorbei an der Köhler Eiche bis zum sogenannten Steinchen.

Vom Steinchen aus geht es nun abwärts durch „Nassebruch“ und durch ein schönes Tal wieder zurück zum Parkplatz, wo sich der Kreis wieder schließt.

Das römische Kastell Alteburg, nachdem unser Wanderparkplatz benannt ist, war ein römisches Numeruskastell, das zur westlichen Taunus-Strecke des Obergermanisch-Raetischen Limes gehörte, der seit 2005 UNESCO-Weltkulturerbe ist. Die Überreste der Anlage befinden sich heute als Bodendenkmal unter einem Acker, der anderthalb Kilometer südlich des Idsteiner Stadtteils Heftrich im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen liegt. Das Kastell diente wohl der Überwachung eines alten Weges, der hier die Limeslinie kreuzte. Dieser Weg war im Mittelalter als Alter Mainzer Weg bekannt und verband die Rheinebene mit dem seit alters her besiedelten Limburger Becken. Heute ist die Lage des Kastells nur noch anhand von Geländeverformungen wahrnehmbar, sichtbare oberirdische Baufragmente gibt es keine mehr.

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