Ruhrhöhenweg Etappe 7 Herdecke - Hammertal


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 25 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 33 Min.
Höhenmeter ca. ↑807m  ↓845m
Ruhrhöhenweg XR

Die siebte Tour auf dem Ruhrhöhenweg beginnt bei Herdecke im Ardeygebirge. Der Ruhrhöhenweg leitet oberhalb des Cuno-Kraftwerks und des Harkortsees westlich in Richtung Wetter an der Ruhr. Man streift den Park der Ruhe, wie der städtische Friedhof in Wetter heißt, und wandert über die Schede zum Gut Schede.

Gut Schede ist wahrlich ein historisches Gemäuer. Der Adelssitz bei Herdecke lässt sich bis ins 9. Jahrhundert zurückverfolgen. Ab 1748 lebte die Familie Harkort auf Gut Schede. Friedrich Harkort – als Eisenbahnpionier und Stahlunternehmer gerne auch als Vater des Ruhrgebiets bezeichnet – wurde auf Gut Schede 1880 beerdigt. Das Herrenhaus wurde 1810 aus Ruhrsandstein errichtet und innen zu Anfang des 20. Jahrhunderts durch die Jugendstil-Architekten Henry van de Velde und Peter Behrens umgestaltet. Gut Schede befindet sich bis heute im Eigentum der Familie Harkort und ist als Privatbesitz nur eingeschränkt zugänglich; öffentlich erreichbar ist es nur zu Fuß.

Gleich ein weiteres Schmuckstück folgt, das frühere Rittergut Haus Mallinckrodt. Haus Mallinckrodt liegt in einem Wald über dem Ruhrtal im Herdecker Ortsteil Ende. Wegen der imposanten Bauweise nennt man das Herrenhaus landläufig Schloss Mallinckrodt. Die mittelalterliche Anlage wurde 1896 durch einen Bankier im Stile der flämischen Gotik umgebaut.

Kurz hinter Haus Mallinckrodt stößt der Ruhrhöhenweg auf das Gut Obergedern. Das Gut Obergedern ist ein Bauernhof und ländliches Anwesen mit kleiner privater Parkanlage im Südosten der Stadt Witten.

Ab Gut Obergedern hält sich der Ruhrhöhenweg nördlich in Richtung Wartenberg (246m). Ist die Straße Kohlensiepen passiert, geht es nach links ins Naherholungsgebiet Hohenstein. Der Ruhrhöhenweg führt durch den Hohenstein zum Berger-Denkmal an einer mehr als 100m hohen schroffen Felswand, die für die Namensgebung Hohenstein verantwortlich ist.

Das Berger-Denkmal selbst ist ein Aussichtsturm, der 1902-04 aus Ruhrsandstein auf 26m Höhe ausgebaut wurde. Vom frei zugänglichen Berger-Turm hat man einen wunderschönen Blick aufs Ruhrtal und den gegenüber liegenden Wittener Stadtteil Bommern.

Vom Hohenstein geht es abwärts ins Ruhrtal. Man quer den Fluss und erreicht auf dem Ruhrhöhenweg Witten-Bommern und hält sich rechts ruhrabwärts. Wenig später stößt man auf Schloss Steinhausen. Schloss Steinhausen wurde im 13. Jahrhundert erbaut und im 19. Jahrhundert im Stile des Historismus tiefgreifend umgestaltet.

Vom Schloss Steinhausen führt der Ruhrhöhenweg hinein ins Muttental, der Wiege des Ruhrgebiets. Im Muttental soll ab 1510 begonnen worden sein, Kohle abzubauen. Der historischen Bedeutung des Muttentals wurde bereits 1972 mit der Einrichtung des Bergbauwanderwegs Muttental gedacht. Auch das 2003 eröffnete LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall thematisiert den Geburtsort des Kohlenpotts.

Durch das ehemals dicht mit Zechen besiedelte Muttental wandert man in westliche Richtung, passiert die Autobahn A 43 und kommt ins Hammertal, eine ländliche Kulturlandschaft zwischen Witten, Sprockhövel und Hattingen. Die gleichnamige Straße Hammertal, wo die Tagesetappe auf Ruhrhöhenweg endet, verbindet Niedersprockhövel über Witten-Buchholz mit Haus Kemnade in den Ruhrauen.

Ruhrhöhenweg Etappen


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