Rittershausen (Dietzhölztal)

Die Nordhöll (641m) liegt am Osthang der Haincher Höhe. Hier entspringt die Dietzhölze, die in einer großen Schleife abwärts fließt und als erstes Zeichen der Zivilisation das Forsthaus Dietzhölze auf 495m ü. NN erreicht. Das Forsthaus Dietzhölze wird seit 2006 von der Hesssischen Fortsverwaltung als Ferienwohnung vermietet. Errichtet wurde es 1842-43, um Wilderern aus der Wittgensteiner Kammer das Handwerk zu legen.

Direkt vor dem Forsthaus liegt beschaulich der Obere Dietzhölzweiher. Wann er angelegt wurde, ist unbekannt. Man vermutet, dass er bereits im 16. Jahrhundert bestanden hat. Spätestens für 1702 ist er belegt. In diesem Jahr nämlich wurde etwas oberhalb des heutigen Forsthauses Dietzhölze das Hofgut Wilhelmsthal als fürstliches Jagdhaus errichtet. Es bestand allerdings nur 55 Jahre. Aber noch heute wird der Obere Dietzhölzweiher aus diesem Grund auch schon einmal Wilhelmsthaler Weiher genannt.

Westlich von Forsthaus und Weiher erhebt sich der Eichholzkopf (610m). Von seinem Gipfel hat man – auch ganz ohne Aussichtsturm – einen guten Fernblick bis zur Burg Greifenstein, dem Stegskopf im Westerwald und bei guter Sicht bis zum Feldberg im Taunus. Im Winter wird bei guter Schneelage am Eichholzkopf der Skilift des Ewersbacher Skiclubs in Betrieb genommen.

Folgt man dem Lauf der Dietzhölze, kommt man am Unteren Dietzhölzweiher – dem so genannten Dietzbacher Weiher – vorbei auf die Landstraße und erreicht den Ortsanfang von Rittershausen.

Der alte Ortskern ist sehr malerisch und wird von der evangelischen Dorfkirche geprägt, die 1769 mit einheitlicher barocker Ausstattung errichtet worden ist.

Am Ende von Rittershausen erstreckt sich flächendeckend das Gründungswerk der Firma Rittal. Hinter den Produktionsanlagen erhebt sich der Hausberg (573m), der das Dietzhölztal vom kleinen Burbachtal trennt.

Kulturgeschichtlich Interessierten sei zuletzt die Ringwallanlage Burg empfohlen, die hoch oben auf der Ley (516m) bis zum 3. Jahrhundert v.Chr. bestanden haben soll. Man vermutet, dass hier die Kelten bereits 500 Jahre vor unserer Zeitrechnung Eisen verhüttet haben sollen.

Vgwort