Rhein-Lahn-Eck

Zwei Flüsse, ausgedehnte Wälder und Höhenzüge: Das Rhein-Lahn-Eck im Hintertaunus bietet dem Wanderer ein abwechslungsreiches Landschaftsbild. Hier fließt als westliche Gebietsgrenze der Rhein in Richtung Koblenz. Von Osten her mäandert die Lahn an Bad Ems vorbei durch das Schiefergebirge heran, mündet bei Lahnstein in den Rhein und bildet die nördliche Gebietsgrenze. Südlich und östlich erhebt sich der Oberlahnsteiner Wald auf über 400 m ü NN; höchste Erhebungen sind der Hohe Malberg (376m) vor Bad Ems und der Wolfsbusch (415m) bei Becheln.

Nicht nur die reizvolle Landschaft macht das Rhein-Lahn-Eck zu einem lohnenden Ziel. Das Gebiet gehört zum Naturpark Nassau und verfügt über einen großen Artenreichtum in Flora wie Fauna. So sind bedrohte Arten wie z. B. der Steinkauz, die Europäische Sumpfschildkröte und die Wildkatze hier noch anzutreffen.

Geographisch betrachtet prägen zwei Landschaftsformen das Rhein-Lahn-Eck maßgeblich. Zum einen ist das Rhein-Lahn-Ecke Teil des UNESCO Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal. Das Obere Mittelrheintal erstreckt sich über eine Länge von 67km von der Nahemündung bei Bingen über die Einmündung der Lahn bis hin zum Deutschen Eck in Koblenz, wo der Rhein die Wasser der Mosel aufnimmt.

Weiter östlich schließt sich dann das Bad Ems-Mieller Lahntal an. Das Talbett der Lahn zwischen Bad Ems und Friedland ist über 200m tief ins Schiefergebirge eingeschnitten. Die Lahn windet sich in diesem Flussabschnitt nur leicht, bildet aber bei Friedrichssegen noch einmal einen schönen Mäanderbogen aus. Auf den Hochflächen wird hier Ackerbau betrieben; an den Waldrandbereichen prägen Streuobstwiesen die Landschaft.

Die Lahn ist ein Freizeitfluss von überregionaler Bedeutung. Sie entspringt im Siegerland bei Netphen und durchquert auf einer Länge von 246km drei Bundesländer, bevor sie bei Lahnstein in den Rhein mündet. In nahezu allen Städten entlang der Lahn werden Bootsfahrten und Kanutouren angeboten.