Rahrbacher Höhe

Am Südrand der Bilsteiner Berge liegt die Rahrbacher Höhe, die als natürliche Grenze von alters her die zu Köln gehörenden Gebiete des Herzogtums Westfalen vom Fürstentum Nassau-Siegen trennte. Der zur Gemeinde Kirchhundem gehörende Ort Rahrbach ist umgeben von Bergen: Vogelsang (560m), Stemberg (563m), Wolfhardt (626m) und Gühberg (495m). Die eigentliche Rahrbacher Höhe im Süden steigt bis auf etwa 550m ü. NN an und bildet heute die Grenze zwischen dem Siegerland und dem Ebbegebirge.

Folgt man dem Tal von Welschen Ennest aus aufwärts, erreicht man rasch den benachbarten Ort Rahrbach und das kleine Dorf Kruberg. In Kruberg steht die St. Antonius Einsiedlerkapelle. Sie beherbergte einst die Kruberger Madonna aus dem 15. Jahrhundert. Die Madonna steht heute in Paderborn im Erzbischöflichen Diözesanmuseum. In Kruberg wurde eine Nachbildung für den Altar der St. Antonius Kapelle gefertigt. Eine Tafel an der Kapelle erinnert an den wohl bekanntesten Sohn des Ortes, Prälat Caspar Berens. Er dichtete das Kolpinglied.

Im Zentrum von Rahrbach erhebt sich dreijochige Pfarrkirche St. Dionysius aus dem 13. Jahrhundert. Das Kirchengebäude ist aus rotem Porphyr gemauert, der in der Nähe des Dorfes gebrochen wurde. Einen kirchenmusikalischen Schatz besitzt die Kirche mit der 13-registrigen Barockorgel aus den Jahren 1701-02. Sie wurde durch den Orgelbauer Ruhm aus Eckenhagen geschaffen und durch den rheinischen Orgelbauer Nohl vollendet.

Noch ein wenig weiter westwärts erreicht man bald den Kihlenberg. Auf seinem Rücken erstreckt sich das rund 4,7ha große Naturschutzgebiet Wacholderheide Kihlenberg. Lockere Eichenwälder, Zwergstrauchheiden und natürlich die Wacholderbestände machen dieses Gelände sehens- und erhaltenswert.