Presberg

Gutsausschank Rauenthaler Berg im Weingut WernerGutsausschank Rauenthaler Berg im Weingut Werner

Der Rüdesheimer Stadtteil Presberg ist der westliche Einstieg in den Rheingauer Hinterlandswald. Das Örtchen schmiegt sich an die Flanke des Buchenbaumkopfs (381m), der hier auch treffenderweise die Rheingauer Alp genannt wird. Und die Ortsgemeinschaft selbst spricht aufgrund der „alpinen" Höhenlage auch schon einmal von Monte Preso, wenn Presberg gemeint ist.

Im Zentrum von Presberg erhebt sich die Pfarrkirche St. Laurentius. Bereits um 1400 stand hier eine gotische Kapelle, von der sich noch Teile im Chorraum der Kirche finden. Das heutige Kirchenschiff wurde um 1700 errichtet. Am rechten Seitenaltar der St. Laurentius Kirche steht eine Muttergottesstatue, die um 1480 von Schülern eines mittelrheinischen Meisters geschnitzt wurde. Ähnlich alt ist die Figur des Johannes des Täufers an der Südwand. Die Orgel auf der Empore stammt aus der Lorcher Kreuzkapelle und kam 1929 nach Presberg.

Außerhalb von Presberg am Boxberg (442m) liegt das frühere Forsthaus Weißenthurm, das im 18. Jahrhundert wie auch das Erbacher Fortshaus bei Niedergladbach errichtet wurde, um dem Raubbau am Gemeineigentum des Hinterlandswaldes zu bekämpfen. Allerdings hatten die Förster keinen Erfolg. 1822 wurde die Landallmende auf die einzelnen Rheingau-Gemeinden aufgeteilt, und das Forsthaus Weißenthurm wurde später zu einem gastronomischen Betrieb umgebaut. Heute verläuft hier der Taunushöhenweg, der in dieser Gemarkung zugleich als Europäischer Fernwanderweg E 3 fungiert.