Obernhain (Wehrheim)

Obernhain ist ein kleiner Ort im südlichsten Zipfel des Usinger Lands und gehört zur Gemeinde Wehrheim. Obernhain liegt zwischen Neu-Anspach und Friedrichsdorf auf einer Höhe von 355m ü. NN. In unmittelbarer Nähe befinden sich südlich das Römerkastell Saalburg und Teile des Obergermanisch-Raetischen Limes, der seit 2005 zum Weltkulturerbe gehört. Auch das Freilichtmuseum Hessenpark und der Freizeitpark Lochmühle liegen im direkten Umland.

Daher und durch seine schöne Lage im Hochtaunus bietet sich Obernhain als Startpunkt für einen Wanderausflug an. Der Ort selbst besticht durch einige schöne Fachwerkhäuser. Die alte Kirche ist ein solches, schön restauriertes Fachwerkgebäude aus dem 18. Jahrhundert. Es diente der ehemals selbstständigen Gemeinde als Rathaus und Feuerwehrstützpunkt und natürlich als Betsaal. Heute wird es als Veranstaltungsort und Trauzimmer genutzt.

Nordöstlich von Obernhain liegt der Drusenknüppel. Auf diesem Erdhügel befand sich einst eine Turmburg, die aus Holz errichtet wurde. Entstehung und Niedergang der Burg sind nicht genau bekannt. Sie wurde jedoch wohl als Witwensitz gebaut und später vermutlich zur Sicherung der nahen Eisenförderung sowie des Königsgutes in Wehrheim genutzt. Ausgrabungen dieser Burg sind im Römerkastell Saalburg zu finden.

Teilzeitbesiedelt wurde das Gebiet um Obernhain bereits zur Steinzeit - wie Funde belegen. Die ständige Besiedlung erfolgte jedoch erst ab der Zeit der Kelten. Aus diesen Jahren stammt auch die keltische Münze von Obernhain, die etwa 100 vor Christus geprägt und dem Keltenstamm der Treverer zugeschrieben wird. Ihre Darstellungsweise verdeutlicht den Einfluss und die Verbindung der Kelten mit der Welt des Hellenismus im Mittelmeerraum.

Regionaler Bezug:

Wehrheim Hochtaunuskreis Hessen Usinger Land Hochtaunus Taunus