Nieder-Oberrod

Bei Nieder-Oberrod handelt es sich um zwei kleine Dörfer, die ineinander übergehen, nämlich Niederrod und Oberrod. Beide zusammen sind heute als Nieder-Oberrod ein Stadtteil von Idstein im südlichen Untertaunus. Der Stadtteil liegt sechs Kilometer östlich der Kernstadt im Tal des Dattenbachs, der Nieder-Oberrod nach Süden verlässt.

Dattenbach heißt der Oberlauf des Schwarzbach. Die Quelle liegt im Dreieck zwischen Nieder-Oberrod, Kröftel und Oberems. In römischer Zeit trennte der Schwarzbach die Civitas Taunensium (Hochtaunus und Wetterau) von der Civitas Mattiacorum rund um Wiesbaden. Der Schwarzbach mündet nach 31km bei Hattersheim in den Main.

In Oberrod steht der Ortskern Niederemser Straße und Rodigstraße rund um die evangelische Kirche unter Denkmalschutz. Die Kirche wurde 1755 auf einer Anhöhe anstelle eines Vorgängerbaus errichtet. Der annähernd quadratische Saalbau mit verschiefertem Giebelreiter mit Zwiebelhaube ist im Innenraum mit einer flachen Spiegeldecke über einem Stuckgesims ausgestattet. Auch die weitere Ausstattung stammt wohl aus der Bauzeit: Die dreiseitige Empore und eine Kanzel mit bemalten Schnitzmotiven zentral an der Altarwand.

Das 1839 erbaute Pfarrhaus Oberrod liegt direkt an der Ortsdurchfahrt. Der fast quadratische Bau setzt sich von der umgebenden Bebauung ab. Die ehemalige Schule wurde 1854 mit einer Lehrerwohnung erbaut. Der platzbeherrschende Eckbau in Fachwerkkonstruktion hat ebenfalls einen fast quadratischen Grundriss. Ein kleiner Fachwerkschuppen gehört zum Gebäude dazu.

In Niederrod gibt es heute nur noch ein einziges Beispiel weitgehend erhaltener historischer Bausubstanz. Ein Bauernhof mit zwei Hoftoren, Wohnhaus, und Wirtschaftsgebäuden besteht aus verputztem Fachwerk, stammt aus dem 18. Jh. und ist heute eine etablierten Pferdeklinik.