Moselsteig-Seitensprung König-Johann-Runde


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 26 Min.
Höhenmeter ca. ↑538m  ↓538m
Wegemarkierung der Moselsteig Seitensprünge

Freudenburg im Saarburger Land ist Start- und Zielort einer der beliebten Seitensprünge am Moselsteig. Die König-Johann-Runde führt uns um Freudenburg herum, hinauf auf den Eiderberg (439m) und durch Leukbachtal, das auch den Beinamen Kollesleuker Schweiz trägt.

Seinen Namen verdankt der Rundwanderweg übrigens König Johann von Böhmen, der in Personalunion König von Böhmen, Markgraf von Mähren, Graf von Luxemburg und Titularkönig von Polen war und in seiner Zeit als Verkörperung ritterlicher Ideale stand. Eben dieser Johann von Böhmen ließ ab 1330 die Freudenburg erbauen und begründete damit zeitgleich auch den Ort Freudenburg.

Wir beginnen die Wanderung auf der durchgängig ausgeschilderten König-Johann-Runde an der historischen Stadtmauer unweit der Freudenburg. Bevor wir uns die anschauen, wandern wir aber erst mal in entgegengesetzte Richtung und zwar hinauf auf den Eiderberg. Das Gelände rund um den Eiderberg ist als Naturschutzgebiet Eiderberg bei Freudenburg ausgewiesen. Hier gibt es artenreiche Kalkmagerrasen, Gebüscheund ehemaligen Kalksteinbrüche.

Dann kreuzen wir die Landstraße nach Trassem und kommen in das Gebiet der Kollesleuker Schweiz. Hier finden sich markante Buntsandsteinformationen, von denen wir einige zu sehen bekommen. Die St. Ottilien Kirche in Kollesleuken ist ein neugotischer Saalbau aus dem Jahr 1907.

Auf Höhe der Herrenmühle queren wir den Leukbach und weiter durch die Kollesleuker Schweiz bis kurz vor die Unterste Stegmühle. Vorbei an der Grillhütte Freudenburg wandern wir jetzt zur Burgruine Freudenburg.

Die Freudenburg steht auf der Spitze einer bugförmig zulaufenden Felszunge, die durch einen künstlich angelegten Burggraben vom Dorf getrennt ist. Dieser stellt den einzigen Zugang zur Burg dar. Die ein gleichschenkliges Dreieck bildende Anlage gibt mit den in drei Geschossen über der Felskante stehenden Außenmauern ein imposantes Bild ab.

Von der Burganlage sind heute noch Halsgraben, der die Burg vom Burghof trennte, und das Burgtor erhalten. Außerdem existieren Reste eines dreigeschossigen Bruchsteinbaus und geringe Reste eines runden Bergfrieds. Von der Freudenburg sind wir dann im Nu wieder zurück am Startpunkt dieses Moselsteig-Seitensprungs.

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