Freudenburg

Freudenburg liegt am Fuße und Südwesthang des Eiderbergs (440m), der auch als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Vom Eiderberg aus hat man einen fantastischen Blick übers Saarburger Land und hinüber nach Luxemburg.

Es sei denn man kann die Augen nicht von der vielfältigen Flora und Fauna lassen und hält Ausschau nach den unterschiedlichen Orchideenarten, die es im Naturschutzgebiet Eiderberg zu bestaunen gibt.

Das Wahrzeichen von Freudenburg ist die Burgruine. Die Freudenburg wurde 1330-37 errichtet. Die Höhenburg, die bugförmig zuläuft, zeigt sich als Ruine mit erhaltenen Umfassungsmauern und liegt auf einem westlichen Bergsporn des Eiderbergs. Ein künstlicher Burggraben trennte Burg und Dorf. Bauherr der Burg war König Johann von Böhmen, dessen Gebeine einst in der Klause Kastel ruhten. Die Freudenburg verfiel ab dem 15. Jahrhundert. 1861 übernahm die Ortsgemeinde die Burgruine. Man sieht heute noch den 16m breiten und 51m langen Halsgraben und das Burgtor sowie die Bruchsteinreste des Palas, Fensterstürze und der Ansatz des Bergfrieds.

Neben der Denkmalzone der Burgruine gibt es die der Ortsbefestigung, die quasi mit der Burggeschichte zusammenhängt. So finden sich Reste des Mauerrings, der im Dreieck die Burg und das Burgdorf umspannte. Im 14. Jahrhundert hat es drei Türme gegeben, erhalten hat sich ein Teil im Nordosten. Zur Ortsbefestigung zählen auch die Häuser in der Burgstraße mit den Nummern 2 und 3. Ebenfalls in der Burgstraße (33) ist die Herrenscheuer. Die ehemalige Zehntscheune ist winkelförmig. Der Giebelbau stammt vom Ende des 17. Jahrhunderts. Nachbar der Zehntscheune ist das katholische Pfarrhaus, das 1730 im Stil des Barock entstand.

Älter ist die katholische Pfarrkirche der Heiligen Dreifaltigkeit in der Balduinstraße. Die dreischiffige neugotische Hallenkirche stammt im Kern aus dem 16. Jahrhundert und erhielt Mitte des 19. Erweiterungen. Ähnlich alt ist das ehemalige Amtshaus in der Nähe. Das heutige Wohnhaus gehörte zur Abtei St. Maximin und war später Bürgermeisterei. Nach 1589 wurde das Krüppelwalmdachhaus gebaut und auch dies erhielt Mitte des 19. Jahrhunderts Erneuerungen.

Eine weitere Denkmalzone ist der Jüdische Friedhof, der vor 1684 angelegt wurde und sich etwa 200m nördlich vom Marktplatz befindet. Auf dem dicht belegten Friedhofsgelände finden sich Grabsteine ab dem 18. Jahrhundert. Nach Phasen der Zerstörung stehen noch 118 Grabsteine.

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