Modautaler Erlebnisweg


Erstellt von: Odenwaldklub
Streckenlänge: 21 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 53 Min.
Höhenmeter ca. ↑387m  ↓387m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Diese schöne Rundtour im vorderen Odenwald führt uns in die Gemeinde Modautal etwa 15km südlich von Darmstadt, die am Oberlauf des Flusses Modau liegt. Die Modau entspringt am Fuß der Neunkirchener Höhe (605m) ganz im Süden des Gemeindegebiets von Modautal und fließt auf einer Länge von 44km dem Rhein zu. Wir starten den Modautaler Erlebnisweg in Brandau, dem größten Ort und zugleich Verwaltungssitz der Gemeinde Modautal.

In Brandau fällt nicht nur die Rathausuhr ins Auge, die mit nur einem Zeiger auskommt. Am Ostrand des Ortes liegt mit der Neumühle ein gut erhaltenes Mühlenanwesen direkt an der Modau, das über das größte Mühlrad im Odenwald verfügt.

Von Brandau folgen wir dem Wegzeichen M2, das der Odenwaldklub für den Erlebnisweg festgelegt hat. Zunächst geht es am Ehrenfriedhof mit dem kupfernen Turm der Kriegsgräberstätte vorbei über den Geisberg (360m) in Richtung Allertshofen, das im kleinen Wurzelbachtal liegt. Weiter geht es zur Neutscher Höhe, einem beliebten Ziel für Wanderer und Radfahrer.

Bei klarem Wetter kann man von der Neutscher Höhe nicht nur die Bergstraße und das Hessische Ried, sondern auch Hanau und die Frankfurter Skyline sehen. Der Modautaler Erlebnisweg trifft auf der Neutscher Höhe auch den Europäischen Fernwanderweg E1 auf seinem Weg vom Nordkap nach Sizilien.

Weiter geht es wieder ins Tal der Modau und dann nach Herchenrode, einem Weiler mit knapp sechzig Einwohnern. Hier wurde 2010 das über 300 Jahre alte Fachwerk in den Obergeschossen von Haus Nummer 15 so gut freigelegt, dass die Hofreite mit dem Denkmalschutzpreis des Landkreises ausgezeichnet wurde.

Am Reitplatz Herchenrode vorbei führt der Modautaler Erlebnisweg am Südhang des Steinernfirst (328m) entlang nach Klein-Bieberau im Johannisbachtal. Der Rundweg folgt dem Johannisbach südwärts nach Webern. Je nachdem, auf welcher Seite des Johannisbachs sie wohnen, gehören die 170 Einwohner von Webern entweder zu Frankfurt oder nach Sachsenhausen. Man denkt groß in Webern. Das liegt möglicherweise daran, dass u.a. hier Granit abgebaut wurde, der für den Bau des Berliner Reichstags verwendet wurde.

Das letzte Wegstück auf dem Modautaler Erlebnisweg führt uns jetzt wieder über den Heidenhügel zurück nach Brandau.

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