Mendener Platte

Die nordöstlichste Region im Lennebergland ist die Mendener Platte, die im Wesentlichen dem Stadtgebiet der Stadt Menden entspricht. Die Mendener Platte gehört komplett zum Märkischen Kreis, hat aber noch keinen Anteil am Naturpark Homert. Zum Naturpark Homert gehören der Süden von Hemer, der Balver Wald und das obere Hönnetal. Im Westen grenzt die Waldstadt Iserlohn an die Mendener Platte, und im Norden bildet die Ruhr eine natürliche Grenze zum Ruhrgebiet und der Stadt Fröndenberg. Im Osten ist die Stadt Arnsberg im Arnsberger Wald der nächste Nachbar.

Menden ist vor allem für seine Altstadt, die vielen historischen Gebäude und seine Traditionen bekannt. Zwar hatte die Stadt früher schwer zu leiden. Immerhin befand sie sich im Grenzgebiet zwischen dem Einflussbereich der Kölner Erzbischöfe und den Grafen von der Mark, und sie wurde mehrfach stark zerstört. Dennoch hat sie heute mit über 150 eingetragenen Baudenkmälern einiges zu bieten.

Menden blickt auf eine weit über tausendjährige Geschichte zurück. Um das Jahr 800 herum entstand hier eine Urpfarrei mit dem heiligen Vincenz als Patron. Sie war zu ihrer Zeit eine der angesehensten Kirchen des Sauerlands. 1276 erhielt Menden Stadtrechte.

Weithin bekannt ist eine über 300jährige Tradition zum Osterfest: die Mendener Kreuztracht. Nicht nur eine Prozession führt dabei aus der Stadtmitte über den Kreuzweg zur kleinen St. Antonius Kapelle: Von Gründonnerstag bis Karsamstag finden sie stündlich statt, um dem Andrang von über 10.000 Menschen gerecht zu werden. Und auch der Karneval in Menden ist eine Attraktion für Groß und Klein. Überhaupt wird den Einwohnern und Besuchern ein reiches kulturelles Programm angeboten.

Die Erzgewinnung spielte hier zwar ebenfalls eine wichtige Rolle, doch lange nicht so stark wie in anderen Regionen im südlicheren Lennebergland oder auch im Ebbegebirge und im Siegerland. Rund dreißig Erzgruben sind für das 18. und 19. Jahrhundert im Mendener Raum dokumentiert.