Mademühlen

Landgasthof RudolphLandgasthof Rudolph

Wer in der Nähe von Driedorf unterwegs ist und sich für den Westerwald interessiert, sollte einen Abstecher nach Mademühlen einplanen.

Am Oberlauf des Rehbachs zwischen den beiden Stauseen gelegen verdankt der Ort seinen Namen dem Betrieb einer Mühle. Mademühlen ist das erste Dorf, das die Alte Rheinstraße von Dillenburg kommend erreicht, bevor sie über Mengerskirchen in Richtung Rhein führt. Auf dieser Straße zogen die Truppen Wilhelm von Oraniens zur Befreiung der Niederlande.

In dieser typischen Westerwald-Gegend lebte der Heimatdichter Adolf Weiß. Als 1913 ein Gruß für die Wanderer im Westerwald ersonnen werden sollte, veranstaltete der Westerwaldverein ein Aussschreiben. Adolf Weiß reichte als Erkennungsruf die Worte: „Hui! Wäller? Allemol!“ ein und gewann. Was der Gruß bedeutet, reimte Adolf Weiß wie folgt:

Das „Hui“, das hat mich der Sturmwind gelehrt,
wenn wild über unsere Heiden er fährt,
und „Wäller“ wir doch allemol sind,
wir trotzen dem Regen, dem Sturm und dem Wind.

Für den Heimatdichter wurde am Knoten eine Gedenktafel aufgestellt.