Münster (Selters)

Zwischen Laubuseschbach und Oberbrechen liegt etwa in der Mitte des Laubusbachs das kleine Örtchen Münster. Münster gehört zur Gemeinde Selters und liegt am Übergang von den landwirtschaftlich geprägten Orten des Goldenen Grundes zu den früher eher armen Dörfern des Hochtaunus.

Münster war seit alters her ein Kirchdorf im Laubustal, wovon die Wehrkirche im Ort zeugt. Auf den Grundmauern einer alten fränkischen Taufkirche entstand um 1180 die jetzige Kirche, wie Messungen an den verbauten Holzteilen ergaben.

In den Räumen der ehemaligen Schule von 1826 ist seit 1991 das Heimatmuseum Münster untergebracht. Dort findet man auch Informationen über die Bergbautradition in Münster, die bis ins 15. Jahrhundert zurück reicht und deren letzte Grube, die Grube Lindenberg bis 1970 in Betrieb war.

Im Wald rund um Münster gibt es immer kleinere Zeugnisse dieser Tätigkeiten. Von der Grube Lindenberg aus führte eine Grubenbahn in 600 mm-Spur zur Erzverladung am Bahnhof Aumenau und die Stollenausfahrt mit Gleis ist noch vorhanden und in gutem Zustand. Die Grube Lindenberg wird heute vom Landesamt für Bodenforschung genutzt.

Vor dem Ort befindet sich ein Naherholungsgebiet mit dem Lago Alfredo, einem kleinen See, der nach dem ehemaligen Bürgermeister Alfred Schösser, der ihn anlegen ließ, benannt wurde.

Auch zahlreiche idyllisch gelegene Mühlen gibt es im Laubustal rund um Münster, deren Bruchsteinmauern und Fachwerk teils sehr schön restauriert ist. Richtung Weyer sind es die Stollen- und die Guckelmühle, Richtung Wolfenhausen die Baumanns-, die Stahl- und die Muschhammermühle.