Kettwiger Panoramasteig


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 34 km
Gehzeit o. Pause: 8 Std. 42 Min.
Höhenmeter ca. ↑910m  ↓910m
Kettwiger Panoramasteig Wegzeichen Markierung Beschilderung

Wenn man einmal einen Coup gelandet hat, warum dann nicht gleich noch einen zweiten hinterher? Nachdem Essen mit dem Baldeneysteig gezeigt hat, wie man auch in städtisch geprägten Regionen einen Wanderweg gestalten kann, der vom Start weg Zigtausende Wanderer begeistert, hat man im grünen Herz des Ruhrgebiets jetzt mit dem Kettwiger Panoramsteig nachgelegt.

Der 2020 eröffnete Kettwiger Panoramasteig führt durch Essens Süden und bietet wunderschöne Ausblicke und spannende Einsichten links und rechts der Ruhr. Ein guter Startpunkt für den Panoramasteig ist der Bahnhof Essen-Werden, der von der S-Bahn-Linie S6 bedient wird (von Essen über Düsseldorf nach Köln).

Wenn wir zuerst in die Nordschleife einsteigen, also rechts der Ruhr bleiben, wandern wir zunächst zum Wildgatter Heissiwald im Stadtteil Bredeney. Es geht weiter durchs Wolfsbachtal in den Stadtteil Schuir.

Wir passieren die Walter-Hohmann-Sternwarte, die 1965 gegründet wurde. Walter Hohmann war ab 1912 Stadtbaurat und Leiter der Statischen Abteilung der Baubehörde und der Materialprüfstelle der Stadt Essen. Er machte in seiner Freizeit himmelsmechanische Berechnungen und wurde damit zu einem Pionier der Raumfahrt.

Ebenfalls in Schuir kommen wir am Haus Schuir vorbei, ein schmuckes Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert auf dem Grundstück, an dem im Mittelalter eine Wasserburg stand. Ein paar Meterchen unattrkaktiver Strecke liegen dann vor uns, was nichts damit zu tun haben, dass wir Essen kurz verlassen und im Stadtgebiet von Mülheim an der Ruhr fremdgehend. Vielmehr müssen wir zweimal die Autobahn A52 kreuzen, bevor wir zur Icktener Siedlung kommen.

Wir kreuzen die Meisenburger Straße und kommen oberhalb des Schwimmzentrums Kettwig ins Brederbachtal, dem wir zum Springer-Teich folgen und dann zur Wallfahrtskapelle Maria im Maien.

Jetzt geht es durch den Kettwiger Stadtwald zum Kettwiger Ruhrbogen und folgen dem Leinweg an der Ruhr zum Kettwiger See, der 1940-50 als vorletzter der sechs Ruhrstauseen angelegt wurde. Hier wechseln wir auf der Kettwiger Ruhrbrücke die Uferseite und sind nun im Stadtteil Kettwig vor der Brücke.

Wir kreuzen auf Höhe des S-Bahnhofs Kettwig Stausee die Bahntrasse und wandern - weggleich mit dem Neanderlandsteig - zum Charlottenhof, eine Unternehmervilla, die auf den Bauherrn Friedrich Flick (1883-1972) zurückgeht. Der Charlottenhof wurde in den 1920ern gebaut und ging später an die Volkswohlfahrt. Das Ensemble erhielt einige Neubauten und wird heute als Jugendbildungsstätte St. Altfrid des Bistums Essen verwendet.

Über den Pastoratsberg kommen wir schließlich nach Werden. Das schmucke Ensemble rund um das ehemalige Kloster Werden (heute hat hier die Folkwang-Universität ihren Sitz) und die St. Ludgerus Basilika spart der Kettwiger Panoramasteig aus, wobei ein Abstecher empfehlenswert ist, bevor man über die Gustav-Heinemann-Brücke zurück zum Bahnhof Essen-Werden kommt.

Bildnachweis: Von Andreas Bauer [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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