Hiwweltour Bismarckturm


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 30 Min.
Höhenmeter ca. ↑229m  ↓229m
Hiwweltour Bismarckturm bei Gau-Algesheim und Ingelheim am Rhein

Am Bismarckturm Ingelheim startet die gleichnamige Hiwweltour, die uns vom Westerberg (248m) zum Weinort Appenheim in Rheinhessen führt. Der Premiumwanderweg in der Gemarkung von Gau-Algesheim überzeugt mit schönen Panoramaaussichten auf Ingelheim am Rhein und den Rheingau am anderen Rheinufer.

Der Bismarckturm Ingelheim wurde 1912 eingeweiht. Vom 31m hohen Bismarckturm, der tagsüber frei zugängig ist, hat man einen schönen Blick ins Rheintal, ins Selztal über Nieder- und Ober-Ingelheim und hinüber zum Rheingau und dem Niederwald-Denkmal oberhalb von Rüdesheim.

Vom Bismarckturm wandern wir los entgegen des Uhrzeigersinns und erreichen schon bald die Schutzhütte GAGA, die ihren seltsamen Namen den Gebrüdern Avenarius aus Gau-Algesheim verdankt, die im 19. Jahrhundert vor Ort durch die Gründung einer Chemiefabrik zu Vermögen gekommen waren. Die GAGA-Hütte steht auf der Richardshöhe am Westhang des Westerbergs mit Blick auf Rhein und Nahe.

Wir wandern zusammen mit dem Rheinhöhenweg vorbei am Hofgut Waldeck bis an den Rand von Gau-Algesheim. Später folgen wir dem Welzbachtal südwärts bis nach Appenheim. Ein Abstecher in den hübschen Weinort empfiehlt sich für eine kurze Rast.

Weiter geht es durch die Weinlage Appenheimer Hundertgulden, die bekannteste Weinlage von Appenheim. Der Appenheimer Hundertgulden zeigt den höchsten Carbonatgehalt aller deutschen Weinbergslagen, was zu Weinen mit fruchtiger Säure führt, die sehr mineralisch und trotzdem gut bekömmlich sind.

Im Appenheimer Hundertgulden steht ein Tisch des Weins, wie die beliebten Rastplätze in Rheinhessen heißen. Mit Ihrer Länge von fünf Metern bieten sie auch größeren Gruppen die ideale Möglichkeit, gemeinsam eine Pause einzulegen. Vom Appenheimer Tisch des Weins genießt man den Ausblick auf Appenheim, Ingelheim und hinein in den Taunus.

Jetzt wandern wir hinein ins Naturschutzgebiet Gau-Algesheimer Kopf. Schutzziel ist der Erhalt des Laubmischwaldes und der Buschzonen mit kleinen Stillgewässern und feuchten Senken (den sogenannten Salamanderlöchern) als Lebensraum seltener Tiere. Am Gau-Algesheimer Kopf wachsen Leberblümchen, Küchenschelle, gelbe Sumpfschwertlilie und Türkenbund.

Sobald die Hiwweltour die ersten Felder erreicht, sorgt der weite Blick bis zum Großen Feldberg im Hochtaunus für Aufmerksamkeit, bevor es wieder zurück geht zum Startpunkt am Bismarckturm Ingelheim.


Bildnachweis: By Braveheart09 (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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