Heinrich-Böll-Weg (Hürtgenwald)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 47 Min.
Höhenmeter ca. ↑263m  ↓263m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Heinrich Böll ist einer der neun in Deutschland geborenen Schriftsteller, die bislang einen Literatur-Nobelpreis erhalten haben. Böll gilt mit Günter Grass als wichtigster Schriftsteller im Nachkriegsdeutschland. Warum aber gibt es nun einen Heinrich-Böll-Weg in der Eifel?

Das hat zwei Gründe: Zum einen hatte Böll seit 1966 ein gerne und häufig genutztes Ferienhaus am Rande des Hürtgenwalds im Kreuzauer Ortsteil Langenbroich (heute das Heinrich-Böll-Haus). Zum anderen griff Heinrich Böll die Region mehrfach in literarischen Arbeiten auf, z.B. in seinen Essays „Die Juden in Drove“ und „You Enter Germany“, einem Artikel, in dem Böll an die Kriegstage im Hürtgenwald erinnert.

Der Heinrich-Böll-Weg startet am Nationalpark-Infopunkt Zerkall im Rurtal. Wir spazieren Richtung Haltepunkt Zerkall (der von der Rurtalbahn von Düren nach Heimbach bedient wird) und halten uns vor dem Haltepunkt  links in den Mühlenweg.

Wir wandern nun hinauf nach Bergstein und erreichen den Ort am Kirchweg. Linkerhand liegt eine kleine Grünanlage, wo dem Sürthgens Mossel ein Denkmal errichtet wurde. Der Sürthgens Mossel ist eine Sagengestalt, die auf einen Soldaten zurückgeht, der im 16. Jahrhundert während der Jülicher Fehde am Angriff aus Burg Nideggen beteiligt war.

Der Kirchweg mündet in die Burgstraße, der wir nach rechts folgen. Es geht nun hinauf auf den Burgberg (401m), auf dem einst die Burg Berenstein stand. Heute ist hier ein Aussichtsturm, der auf den Namen Krawutschketurm hört. Bei gutem Wetter blickt man vom Krawutschketurm weit über die Rur-Eifel bis hin zum Kölner Dom, ins Siebengebirge und zur Hohen Acht (747m), dem höchsten Gipfel in der Eifel.

Vom Krawutschketurm geht es durch die Burgstaße zurück bis zum Friedhof Bergstein. Hier steht die katholische Pfarrkirche Heilige Maurische Märtyrer. Die einschiffige Saalkirche entstand 1721. Der Turm ist älter und wird aufs 15. Jahrhundert datiert.

Von Bergstein wandern wir nun hinab ins Rurtal. Dieser Abschnitt des Rurtals ist weitläufig als Naturschutzgebiet Buntsandsteinfelsen im Rurtal von Untermaubach bis Abenden ausgewiesen. Auf Höhe von Gut Kallerbernd wechseln wir das Ufer und wandern entlang der Rur zurück nach Zerkall.

Bildnachweis: Von I, Hill400 [GFDL], via Wikimedia Commons

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