Gewerkenweg von Brilon nach Olsberg (Sauerland)


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Wegweiser
Länge: 20.86km
Gehzeit: 05:27h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Manche Worte der deutschen Sprache sind heute nicht mehr sehr geläufig. So z.B. das Wort Gewerke. Ein Gewerke war ein Anteilseigner an einem Betrieb, der sich mit der Ausbeutung von Bodenschätzen befasste, also klassisch einem Bergwerk, einem Hüttenwerk oder eine Köhlerei als notwendigem Zuliefer für die Eisenherstellung.

Im nordöstlichen Sauerland zwischen Olsberg und Brilon war früher Einiges los in Sachen Bergbau. Um daran zu erinnern, wurde 2012 der Gewerkenweg aus der Taufe gehoben und vom Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) mit einem eigenen Wegzeichen ausgeschildert. Der Gewerkenweg ist als Ganzes wie hier beschrieben als Rundwanderung angelegt, kann aber auch in zwei Halbtagesetappen eingeteilt werden, ganz wie es beliebt.

Starten kann man am Marktplatz in Brilon. Hier lässt sich vorab notwendiges Regionalwissen im Stadtmuseum Haus Hövener tanken. Dann wandert man los vorbei an der mächtigen Propsteikirche St. Petrus und Andreas zum Einstiegsportal in den Rothaarsteig. Zusammen mit dem Rothaarsteig geht es über den Drübel (487m), ein von Kalkbuchenwäldern dominierter Bergrücken mit bis zu 8m hohen Felsen. Das Naturschutzgebiet Drübel ist ein typischer Lebensraum der Briloner Kalkrücken und besticht durch seinen großen Artenreichtum auf engsten Raum.

Vorbei am Briloner Golfplatz wandert man südwestlich des Hängebergs (545m) ins Hoppecketal und weiter nach Gudenhagen. Durchs Tal der Hillbringse geht es westwärts bis zum Knoten, wo sich die beiden Wegalternativen treffen. Wir folgen der Trasse südwärts und gehen auf dem Gewerkenweg unterhalb des Forstenbergs (593m) zum Eisenberg (595m), wo eine Schautafel über die Pingenfelder informiert und ein herrlicher Blick über die Briloner Hochfläche belohnt.

Man passiert den Maxstollen, den Hauptförderstollen am Eisenberg, in dem bis 1916 Erz abgebaut wurde. Dann geht es hinein nach Olsberg zum Haus Bathen, einem historischen Fachwerkhaus, dessen Besitzerin ihr Familienarchiv zur Erforschung öffnete mit zahlreichen Unterlagen zu Gewerken in der Region zwischen Olsberg und Brilon.

Will man nach Brilon zurückwandern, geht zunächst wieder zurück zum Knotenpunkt im Hillbringsetal und marschiert ab hier nördlich Richtung Naturschutzgebiet Burhagener Weg und kommt so zurück zum Marktplatz in Brilon.

Autor: SGV
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ivw