Frankenwaldsteigla Grenzer-Weg (Bad Steben)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 55 Min.
Höhenmeter ca. ↑291m  ↓291m
Frankenwaldsteigla Grenzerweg Wegzeichen Markierung Beschilderung

Dort, wo einst die deutsch-deutsche Grenze eine ganze Nation teilte, führt heute ein sagenhaft schöner Rundwanderweg entlang. Immer auf den Spuren einer bewegten Historie …

Mitten im Grenzgebiet zwischen der BRD und der ehemaligen DDR, dort, wo einst Mauern, Stacheldraht und Minen die Landschaft prägten, befindet sich heute ein herrliches Naturbiotop. Der Grenzer-Weg ist ein Frankenwaldsteigla mit einer besonderen Kulisse. Wie alle Frankenwald-Rundwanderwege kommt auch das Naturerlebnis nicht zu kurz.

Grenzer-Weg Wegbeschreibung für Wanderer

Die Tour beginnt in der Ortsmitte von Carlsgrün – direkt am Gasthof Adelskammer, dem ältesten Wirtshaus im Frankenwald. Von dort aus verlassen wir bald die Ortschaft und folgen dem geteerten Wanderweg bis zum Sportplatz.

Hier biegen wir auf einen schönen Feldweg ein, der uns abwärts bis an das Naturschutzgebiet Thüringische Muschwitz führt. Entlang dieses einzigartigen Biotops, in dem sich Flora und Fauna über vier Jahrzehnte während der Zeit des Eisernen Vorhangs ungehindert entfalten konnte, wandern wir ein Stück weit, ehe uns der Weg bergan und an den Waldrand führt.

Nun folgen wir dem Weg durch das Waldgebiet Krötensee. Unterhalb der Kulm treffen wir auf einen weiteren Wanderweg, den Rennsteig. Dieser begleitet uns bis Schlegel, welches wir bald, nachdem wir den Kulmberg umrundet haben, erreichen.

Weiter geht es über den Marienberg, der fantastische Aussichten für uns bereithält, in Richtung Muschwitztal (die Thüringische Muschwitz ist ein Zufluss der Selbitz). Wir passieren das hübsche Frankendörfchen Seibis, überqueren die Muschwitz und wandern auf schönen Wald- und Feldwegen bis zur Krötenmühle. Dabei erfahren wir allerlei Wissenswertes über das Grenzgebiet, wenn wir uns den Schautafeln entlang des Wegs widmen.

Nachdem wir die Krötenmühle hinter uns gelassen haben, wandern wir auf naturbelassenen Wegen entlang des Rumpelbühls zur Mordlau (ein Ausflugs-Café und Landhotel). Entlang des Wegs finden wir immer wieder Spuren der Bergbautradition dieser Region. Neben der ehemaligen Sprungschanze fällt unser Blick auf den herrlichen Weinberg.

Danach wandern wir weiter in Richtung Kurpark. Diesen lassen wir bald hinter uns. Wir passieren die „Schöne Aussicht“ und betreten eine wunderschöne Allee, der wir für fast einen Kilometer folgen. In Carlsgrün endet unsere Wanderung wieder in der Ortsmitte. Nun bleibt ausreichend Zeit, in Ruhe einzukehren und den Tag ausklingen zu lassen.

Bildnachweis: Von Mef.ellingen [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

Vgwort