Jungbrunnenweg (Frankenwald)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 23 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 20 Min.
Höhenmeter ca. ↑404m  ↓404m
Jungbrunnenweg Bad Steben Frankenwald

Seit dem 15. Jahrhundert sind die heilsamen Quellen von Bad Steben bekannt. 1832 wurde der Marktgemeinde Steben der Titel Königlich Bayerisches Staatsbad verliehen und zum 175jährigen Jubiläum dieser Begebenheit richtete man 2007 den Jungbrunnenweg ein. Startpunkt des Jungbrunnenwegs ist die Wandertafel im Kurpark. Von hier geht’s vorbei am Kurhaus (im barockisierenden Jugendstil 1911 erbaut) durch die Badstraße zum Ensemble der evangelischen Lutherkirche (1908-10) und ihrer Vorgängerin, der St. Walburga Wehrkirche.

Über den Pfaffensteig verlassen wir Bad Steben, das höchstgelegene Staatsbad in Bayern. Nun geht es hinauf auf den Landeshügel (653m). Hier genießt man von einem Aussichtspavillon den Blick auf Bad Steben und in den Frankenwald. Der Wanderweg führt über die Bergkuppe und die Staatsstraße zu einem nicht geteerten Fahrweg nach links und auf einem Fußweg zu einer Straßenkreuzung. Hier hält man sich rechts und verlässt alsbald die Teerstraße.

Durch Hochwald wandern wir bis zum Tal der Thüringischen Muschwitz an der Krötenmühle. An der Straße halten wir uns links und gehen zum Gelände, wo bis 2015 die Frankenwaldschanze stand. Heute erinnert daran noch die kleine Weinlage, der man den Namen Schanzenwein verpasst hat. Die Frankenwaldschanze war die letzte Skisprungschanze im Frankenwald und wurde 1927 eröffnet. Dann kommt man nach Carlsgrün, wo mit der Adelskammer das älteste noch bewirtschaftete Gasthaus im Frankenwald eine Zwischenrast möglich macht.

Wir verlassen Carlsgrün über den Turnhallenweg und halten uns nun südlich nach Steinbach bei Geroldsgrün. Von hier erfolgt der Anstieg auf den Hirschhügel (679m), wo seit 1951 die Frankenwarte – ein 8,5m hoher Aussichtsturm – den Wanderer mit einem schönen Blick belohnt. Im Nordosten schaut man zu den Randhöhen des Höllentals, nach Lichtenberg und Bad Steben, im Westen zu den Höhenzügen bei Nordhalben. Im Süden sind Geroldsgrün, der Spitzberg (729m) und der Schneidberg (758m) zu sehen. Dahinter versteckt sich der Döbraberg (794m). Im Südosten reicht der Blick bis ins Fichtelgebirge zum Waldstein und Kornberg.

Von der Frankenwarte geht es über Gerlas mit dem Wanderheim Altes Forsthaus des Frankenwaldvereins und einem Info-Zentrum des Naturparks Frankenwald zum ehemaligen Marmorsteinbruch Horwagen. Der Marmorsteinbruch Horwagen erhielt 2005 das Gütesiegel „Bayerns schönste Geotope“. Man muss gut aufpassen, um nicht den unmarkierten Abstecher zum Geotop zu verpassen.

Der nächste Zielpunkt des Jungbrunnenwegs ist Bobengrün am Fuße des Spitzbergs (729m). Sehenswert ist das schmucke Rathaus von 1911. Wir wandern an der Kirche gleich die erste Straße nach rechts zum Brunnenplatz, überqueren links haltend die Staatsstraße, laufen den Glöcklaweg bergan und kommen zum Stebener Weg. Hier verlassen wir Bobengrün wieder und marschieren zurück nach Bad Steben, wo wir im Kurpark auf die 2004 neu eröffnete Therme Bad Steben treffen und den Wandertag mit einem komfortablen Wellnessprogramm ausklingen lassen können.


Bildnachweis: By PeterBraun74 (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons