Europäischer Fernwanderweg E1 Etappe Schanze - Raumland


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 49 Min.
Höhenmeter ca. ↑292m  ↓486m
Wegzeichen Europäischer Fernwanderweg E1

Einmal über den Rothaarkamm – und unterwegs auf keinen Menschen treffen. Das geht auf dem Europäischen Fernwanderweg E1, der von Schanze aus quasi schnurgerade südwärts ins Wittgensteiner Land führt. Unterwegs gibt es eindrucksvolle Natur zu sehen und – man glaubt es kaum – eindrucksvolle Kunst gleich dazu. Denn die Rothaar-Querung unternimmt der E1 auf dem Waldskulpturenweg Wittgenstein-Sauerland.

Doch ganz zu Anfang der Etappe steht noch ein anderer Höhepunkt auf Wanderprogramm: der Kyrillpfad in Schanze. Auf großen Flächen mähte der Orkan Kyrill 2007 die Wälder im Sauerland nieder, ganze Bergkuppen waren innerhalb kürzester Zeit kahl. Auf dem Kyrillpfad bei Schanze kann man sich direkt vor Ort anschauen, wie es damals fast überall aussah: wie Streichhölzer abgeknickte und in sich verdrehte Bäume, die kreuz und quer übereinander liegen. Zugleich kann man bestaunen, wie schnell sich die Natur mit den neuen Verhältnissen arrangiert, wenn man sie lässt.

Hinter dem Kyrillpfad reckt sich ein goldenes Etwas im Wald auf. Da man nicht weiß, was es ist, kann man mit Sicherheit schließen: Es ist Kunst und wir sind auf dem Waldskulpturenweg. Das goldene Etwas heißt Krummstab, wurde von Heinrich Brummack gestaltetet und symbolisiert den Machtanspruch der Kirche, aber auch die Anfälligkeit und Grenzen irdischer Macht, denn die weithin sichtbare Landmarke wirkt, als könne sie jederzeit umstürzen.

Weiter geht es über den Rothaarkamm Richtung Wittgensteiner Land, bis man an die vier Meter hohe Stahlskulptur Kein leichtes Spiel kommt. Sie wurde 2000 vom sauerländischen Künstlers Ansgar Nierhoff gestaltet.

Dann erreicht man den Steinzeitmensch, pardon die Skulptur: Stein-Zeit-Mensch. Der Land Art Künstler Nils Udo brachte 2001 einen 150t schweren Quarzit-Monolithen an die Erdoberfläche und umstellte ihn mit monumentalen Fichtestämmen, die der Sturm gefällt hatte. Auf den Betrachter wirkt der Monolith dadurch, als ob er Schutz benötigte, oder auch wie ein Tempelschrein.

The Monument of the lost Falcon bildet die Silhouette eines Falken durch aufgeworfene Erdwälle nach. Es ist als einzige Installation eingezäunt, um es vor „Begehungen“ durch Mensch und Tier zu schützen. Auf Höhe des Laubergs (609m) erreicht der Waldskulpturenweg die Grünstation, eine in Bäume eingesetzt grüne Hütte, die Gloria Friedmann gestaltet hat, um die Natur und das Verhältnis des Menschen zu ihr zu thematisieren.

Wenig später kommt man auf dem Europäischen Fernwanderweg E1 nach Bad Berleburg. Hier lohnt ein Abstecher zum Schloss Berleburg, Der barocke Mittelbau von Schloss Berleburg stammt von 1733 und beherbergt heute das Schlossmuseum, das die Geschichte des Fürstenhauses Sayn-Wittgenstein-Berleburg dokumentiert.

Über den Goetheplatz geht es weiter zur evangelischen Stadtkirche von 1857-59 und am Friedhof rechts in die Straße Am Sengelsberg. Diese verlassen wir wenig später nach links und wandern die letzten Meter nach Raumland im Tal der Eder.

Auf dem Europäischen Fernwanderweg E1 durchs Sauerland


Von Marsberg nach Adorf - von Adorf nach Willingen - von Willingen zum Kahlen Asten - vom Kahlen Asten nach Schanze - von Schanze nach Raumland - von Raumland nach Bad Laasphe - von Bad Laasphe zur Lahn-Quelle - von der Lahn-Quelle nach Siegen - von Siegen zur Freusburg

Der Europäische Fernwanderweg E1 in Deutschland

Auf dem E1 durchs SauerlandAuf dem E1 durch den WesterwaldAuf dem E1 durch den Taunus - Auf dem E1 durch den Odenwald – Auf dem E1 durch den Schwarzwald

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