Derschlag

An der Einmündung von Dörspe und Steinagger in die Agger liegt das zu Gummersbach gehörende Derschlag. Heimatforscher vermuten, dass in Derschlag bereits um 600 n.Chr. erste feste Siedlungen bestanden haben. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte jedoch erst 1447. Zu der Zeit standen in Derschlag zwei befestigte Burghäuser, die aber beide im 19. Jahrhundert abgerissen wurden.

Einen herrlichen Ausblick auf den Aggerbogen zwischen Rebbelroth und Dümmlinghausen hat der Wanderer im Oberaggertal vom Aussichtsturm Derschlag aus. Der Turm wurde 1904 auf dem Dorner Kopf (346m) im Süden von Derschlag im Stil einer künstlichen Ruine errichtet. Man erreicht ihn vom Wanderparkplatz Am Bäuweg über den mit Raute 2 markierten, knapp 6km langen Höhenweg nach Merkausen.

Derschlag war durch seine günstige Lage auch für den Eisenbahnbau im interessant. Für die Aggertalbahn von Siegburg nach Olpe wurde 1887 der Bahnhof Derschlag eröffnet – ganz kostengünstig als Umsetzung des Bahnhofs Recklinghausen-Süd ins Bergische Land. Das Fachwerkhaus ist typisch für den Heimatstil. Seit 1980 ist der denkmalgeschützte Bahnhof Derschlag betrieblich unbesetzt, 1997 rollte der letzte Güterzug über die Gleise.