Auf Bergmannspfaden rund um die Kalteiche


Erstellt von: Wäller Wanderfreak
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Stunden 38 Min.
Höchster Punkt: 553 m
Tiefster Punkt: 405 m
Rund um die Kalteiche führt dieser Wanderhöhepunkt im Siegerland

Heute wollen wir uns einmal auf die Spuren der Bergmänner machen. Dazu begeben wir uns ins nahegelegene Wilnsdorf und parken unseren Pkw auf einem Wanderparkplatz (Buswende) beim Bauhof der Gemeinde Wilnsdorf direkt an der B 54.

Unmittelbar am Parkplatz finden wir auch die erste Wegmarkierung der Wanderhöhepunkte links und rechts des Rothaarsteigs, die ja bekanntlich für einige Wanderwege einheitlich ist. Diese Wege möchte ich Ihnen nach und nach vorstellen.

Wir wandern entlang des Wielandshofes in Richtung auf die BAB 45 und kommen nach ca. 1 Kilometer an das Grubenfeld der ehemaligen Grube Ratzenscheid, die 1298 erstmals erwähnt wurde und somit die älteste Grube des Siegerlandes ist. Weiter führt die Wanderung entlang des Grubenfeldes Jacobssegen zum Steinbruch Kettner. Hier und auf dem Weg hierhin sollte man sich schon einmal umdrehen um die schönen Aussichten über das Südsiegerländer Bergland zu genießen.

Der Wanderweg führt nun durch wunderbaren Mischwald wobei immer wieder Abstecher zu Stollenmundlöchern ausgewiesen werden. Diese Stollenmundlöcher mussten in mühevoller Handarbeit freigelegt werden. An dieser Stelle sei deshalb den vielen ehrenamtlichen Helfern für die gelungene Arbeit an den Stollenmundlöchern "Löwenstern" und "Gestellsteinstollen" gedankt. Nach gut 4 Kilometern erreichen wir die Grube Marie. Nun geht es hinauf zur Bundestraße 54, die wir ungesichert (Vorsicht!!) überqueren, um nach nur wenigen Metern auf der L904 gleich rechts in den Wald abzubiegen und in Richtung Rothaarsteig zu wandern. Wir folgen dabei immer der Grenze der Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Hessen.

An einer Stelle zeugt ein Grenzstein davon, dass über diesen Höhenrücken eine Jahrhunderte alte Grenze führt. Wir treffen dabei auf den Rothaarsteig, den wir aber bereits nach 300 m links abbiegend verlassen und kommen nun zum sog. "Briedoffelsloch" jenem zunächst um 1900 aufgewältigten namenlosen Stollen, der im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzraum diente und danach mehr und mehr sich selbst überlassen wurde bevor er im Jahr 2005 wieder so hergerichtet wurde, dass zumindest das Stollenmundloch eine schöne Mauerung erhielt.

Nun verläuft der Weg im Tal der Weiß bis zur Weißquelle, um dann etwas oberhalb über die L904 zum Goldschmiedsborn und weiter zum Gelände der ehem. Grube "Neue Hoffnung" zu führen. Zum Schluss queren wir das Eisernbachtal (Abstecher zum Concordiastollen) und oberhalb der Häuser von Wilnsdorf gelangen wir zum Ausgangpunkt der Wanderung zurück.

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