Aegidienberg

Aegidienberg liegt am waldreichen Übergang von den Höhen des Rhein-Westerwalds bei Asbach und Linz in das Siebengebirge. Wahrzeichen des Orts ist die St. Aegidius Kirche, deren Turm noch aus dem 12. Jahrhundert stammt. Das Kirchenschiff wurde 1824 errichtet.

Aegidienberg setzt sich aus 13 Ortschaften zusammen und ist seit 1969 Stadtteil von Bad Honnef. Nach Westen verläuft das Logebachtal, über das man die Honnefer Berge erreicht: Himmerich (366m), Mittelberg (353m) und Broderkonsberg (378m). Dieser Dreiergipfel schließt das Siebengebirge nach Süden ab.

Speziell vom Himmerich, den die Einheimischen auch „Riesenschiss“ nennen, hat man einen sehr guten Ausblick. Rund 35m unterhalb des Gipfels befindet sich an der Südwestseite ein Plateau, von dem aus man ganz Bad Honnef, die Löwenburg, den Drachenfels und einige kleinere Berge des Siebengebirges sieht. Dieses Plateau und die zum Gipfel führende Steilwand dokumentieren die ehemalige Nutzung des Himmerichs als Steinbruch zum Latitabbau.

Seit Mitte der 1950er Jahre bis 1992 lebte Heinz G. Konsalik in Aegidienberg. Seine rund 160 Romane erreichten eine Gesamtauflage von 80 Mio. Stück – etwa so viel wie Karl May und 2,5 Mal so viele wie Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll. In Aegidienberg entstanden Meisterwerke der Trivialliteratur wie "Liebesnächte in der Taiga" und "Gestohlenes Glück".

Nicht ganz so gut schreiben können die Pferde, die Walter Feldmann seit 1981 züchtet. Die Aegidienberger sind eine Kreuzung aus Isländer und der peruanischen Rasse Paso Peruano. Sie verbinden die Schnelligkeit der Isländer mit der Laufruhe der Caballos und sind bei Züchtern rund um den Globus bekannt und begehrt.

Regionaler Bezug:

Bad Honnef Rhein-Sieg-Kreis Nordrhein-Westfalen Siebengebirge Sieg-Westerwald Westerwald