Zwei-Täler-Weg bei Kesternich (Rurseegebiet)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 5 Min.
Höhenmeter ca. ↑340m  ↓340m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Simmerather Ortsteil Kesternich liegt an der Bundesstraße B 266, die hinab zum Rursee führt. Hier wollen wir heute auf dem Zwei-Täler-Weg wandern, der vor Ort mit der Kennzahl 51 markiert ist.

Start ist in der Ortsmitte von Kesternich an der katholischen Pfarrkirche St. Peter und Paul. Ihre Optik geht auf einen neugotischen Bau von 1899 zurück, ist aber nach dem Zweiten Weltkrieg komplett neu errichtet worden, da bei dem Vormarsch der amerikanischen Truppen 1944-45 der Ort fast vollständig zerstört wurde.

Wir gehen vorbei an der Kirche in die Schulstraße und folgen ihr nach rechts. An der Bundesstraße geht es kurz links und gleich wieder rechts in die Straße Im Sief. Der folgen wir und biegen später rechts runter, um die Rurberger Straße zu erreichen. Wenig später passiert man die Landstraße nach Rurberg und kommt zum Schafshof Berenssief.

Wir sind jetzt im Eiserbachtal, dem wir ein gutes Stück abwärts folgen. Der Eiserbach mündet in Rurberg in den Rursee und wird zuvor noch als Vorsperre aufgestaut. Dieser Stausee dient heute als Naturfreibad Eiserbachsee.

Der Eiserbach durchfließt bis zur Mündung in den Rursee ein tief eingeschnittenes Kerb- und Kerbsohlental, das auf 68ha als Naturschutzgebiet Eiserbachtal mit Nebenbächen ausgewiesen ist. Die Talhänge sind bewaldet, das Grünland im Talgrund liegt brach. Die Quellbereiche von Haupt und Nebenbächen liegen in beweidetem Grünland, mit alten Hecken aus Buchen und Schlehen.

Der Weg leitet in einer Spitzkehre aus dem Eiserbachtal hinaus. Man trifft am Haus Waldheim auf die Bundesstraße B 266 und kommt dann durch ein Waldgebiet ins zweite Tal: das Tiefenbachtal.

Im Tiefenbachtal, das uns nun die Richtung vorgibt, treffen wir auf eine ehemalige Ölmühle. In der Ölmühle wurden im 17. Jahrhundert Speiseöle hergestellt. Der Gebäudekomplex aus Bruchstein besteht aus einem Wohnhaus und einem zweigeschossigen Anbau und wird heute privat genutzt.

Von Süden her nähern wir uns wieder Kesternich und kommen durch die Weiherstraße zurück zum Startpunkt unserer Wanderung durch Eiserbachtal und Tiefenbachtal.

Bildnachweis: Von Steffen Heinz (Caronna) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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