Wuppertal-Vohwinkel

Vohwinkel gehörte zusammen mit Elberfeld, Barmen, Ronsdorf und Cronenberg zu den fünf Städten, aus denen 1929 die neue Stadt Wuppertal gebildet wurde. In Vohwinkel treffen zwei interessante Nahverkehrssysteme aufeinander: Vohwinkel ist zugleich Haltestelle der Wuppertaler Schwebebahn und der Solinger Oberleitungsbus-Linie. Schwebebahn und Obus gibt es jeweils nur an zwei weiteren Orten in Deutschland – und in keinem gibt es beides zusammen.

Geht man von der Haltestelle Vohwinkel der Wuppertaler Schwebebahn über die Vohwinkeler Straße die Rubensstraße hinauf, kommt man zum historischen Rathaus Vohwinkel. Das Rathaus Vohwinkel mit seinem fast 39m hohen Turm wurde 1897-98 gebaut und 1903-04 um einen Anbau erweitert. Heute wird das historische Rathaus für verschiedene Bürgerdienste genutzt. Seit 2009 befindet sich auch die Liegnitzer Sammlung im historischen Rathaus Vohwinkel. Die Liegnitzer Sammlung umfasst viele Gegenstände aus Liegnitz, der schlesischen Partnerstadt Wuppertals.

Gegenüber des historischen Rathauses erhebt sich die evangelische Kirche, die 1889-90 aus dunkelroten Ziegelsteinen errichtet wurde. Der Turm ist deutlich höher als der übrige Kirchenbau und prägt zusammen mit dem historischen Rathaus als Landmarke das Ortsbild von Vohwinkel. Getrennt durch die Gräfrather Straße steht benachbart zur evangelischen Kirche das 1900-01 erbaute Gemeindehaus Gräfrather Straße.

Geht man die Gräfrather Straße hinab, kommt man zum Kaiserplatz, der zentralen Kreuzung in Vohwinkel. Nach rechts verläuft unter der Schwebebahn die Kaiserstraße und hier steigt jeweils am letzten Sonntag im September der Vohwinkeler Flohmarkt. Nicht irgendein Flohmarkt, sondern der weltgrößte Eintagesflohmarkt, so steht’s im Guinness Buch der Rekorde. Seit 1971 steigt der Vohwinkeler Flohmarkt und in Spitzenjahren waren wohl rund eine halbe Millionen Schnäppchjäger unterwegs, wenn die Kaiserstraße auf rund anderthalb Kilometer gesperrt ist und von Händlern bevölkert wird.

Geht man von der Kaiserstraße wieder die nächste rechts in die Edith-Stein-Straße, kommt man zur katholischen Kirche St. Mariä Empfängnis. Die katholische Kirche wurde 1906-07 dreischiffig im neugotischen Stil ausgeführt. Bemerkenswertes Ausstattungsstück in der St. Mariä Empfängnis Kirche ist der Michaelsaltar mit einem um 1700 datierten Aufsatz aus schwarzem und weißem Marmor und der Michaelsfigur vermutlich aus einer Kölner Werkstatt.