Wuppertaler Schwebebahn

Vielleicht weiß nicht jeder Deutsche, wo Wuppertal genau liegt. Aber so gut wie jeder Deutsche weiß: In Wuppertal gibt es eine Schwebebahn. Und das auch schon etwas länger. 1901 wurde die Wuppertaler Schwebebahn eröffnet und sie ermöglichte der prosperierenden Industrieregion ein effizientes Nahverkehrsmittel, das rund Dreiviertel der Strecke über der Wupper verläuft und somit keinen Platz im engen Tal einnahm. Bis heute ist die Schwebebahn das touristische Aushängeschild von Wuppertal.

Die Wuppertaler Schwebebahn schwebt natürlich nicht, sondern – Achtung, Amtsdeutsch! – ist eine einschienige Hängebahn System Eugen Langen. Das mindert aber nicht ihren Reiz. Neben der Wuppertaler Schwebebahn gibt es nur sehr wenige vergleichbare Nahverkehrssysteme, etwa die deutlich kürzere Dortmunder H-Bahn, die Dresdener Schwebebahn und die Schwebebahn in Memphis über dem Mississippi.

Die Wuppertaler Schwebebahn hat zwanzig Haltestellen und verläuft auf einer Länge von 13km zwischen Vohwinkel und Barmen und braucht für diese Strecke eine knappe halbe Stunde. Die meisten Haltestellen sind nicht mehr im Originalzustand erhalten. Die älteste Station ist heute die Haltestelle Hauptbahnhof, die 1926 eröffnet wurde.

Die Wuppertaler Schwebebahn wird jährlich von knapp 25 Millionen Fahrgästen genutzt. Nimmt man dieses Volumen und die Betriebszeit der Wuppertaler Schwebebahn, kann man behaupten, die Wuppertaler Schwebebahn ist das sicherste Verkehrsmittel der Welt. Allein bei einem Unfall 1999 kamen fünf Menschen zu Tode. Ansonsten sind nur Verletzungen (und Verspätungen) bekannt.

Der vermutlich spektakulärste Zwischenfall auf der Wuppertaler Schwebebahn ereignete sich 1950, als ein zu Werbezwecken in die Schwebebahn gesetzter Elefant des Zirkus Althoff in Panik in die Wupper sprang. Der Name des Elefanten war Tuffi, und der wird heute noch von einem großen Milchhersteller als Markenbezeichnung genutzt.