Winnerod

Die kleine Siedlung Winnerod liegt östlich von Reiskirchen. Trotz der überschaubaren Einwohnerzahl von gut vierzig Seelen hat Winnerod einige historische Sehenswürdigkeiten zu bieten. Eine Pfarrkirche, ein adliges Hofgut und schöne Fachwerkgebäude.

Der Hauptteil der evangelischen Kirche wurde vor 1100 erbaut und ist durch ein spätromanisches Langschiff gekennzeichnet. Historisch wurde die Kirche um 1250 erstmals in einer Urkunde des Klosters Arnsburg genannt. Der Chorraum im Inneren der Pfarrkirche beinhaltet ein Kreuzrippengewölbe und Skulpturen der vier Evangelisten. Der romanische Taufstein aus Lungstein stammt aus dem 18. Jahrhundert. Direkt an der Kirche stehen Gräber; die ältesten sind fast 450 Jahre alt und gehören den ehemaligen Gutsherren von Winnerod.

Der ehemalige Rittersitz Winnerod wurde um 1800 durch Freiherr von Zwierlein als Hofgut neu erbaut. Es handelt sich hierbei um einen dreigeschössigen Fachwerkbau, der zu den größten Hofgütern im Gießener Becken zählt. Das Hofgut mit seinen angrenzenden Wirtschaftsgebäuden steht unter Denkmalschutz.

Der Südteil des Hofguts dient heute als Clubhaus und Restaurant des Golf-Parks Winnerod. Mit seinem 18-Loch Meisterschaftsplatz und einem 9-Loch Kurzplatz, sowie großzügigen Übungsanlagen bietet der Golf-Park Winnerod gute Trainingsbedingungen für Golfer. Der Golf-Park Winnerod verfügt über einen alten Baumbestand und die natürlichen Erhebungen und Senken des Golfplatzes ermöglichen schöne Aussichten auf den Taunus und den Vogelsberg.