Wicker (Flörsheim am Main)

Der Flörsheimer Stadtteil Wicker wird auch das Tor zum Rheingau genannt und ist für seinen Wein bekannt. Ein Teil der Wickerer Weinberge liegt auf den Südwesthängen zwischen dem Ort und dem Wickerbach. Der rund 24km lange Wickerbach entspringt nordwestlich des Wiesbadener Stadtteils Naurod und mündet zwischen Hochheim und Flörsheim in den Main.

Der Ort Wicker hat den Namen an den Bach gegeben, an dem heute noch drei Mühlen liegen, die jedoch nicht mehr in Betrieb sind. Am Wickerbach liegen zwei Auengebiete, die Wickerbachaue von Flörsheim und die von Flörsheim und Hochheim kurz vor der Mündung in den Main.

Jährlich findet am ersten Augustwochenende das Wicker Weinfest im Ortskern statt, das viele Besucher an die Stände lockt. Am Weinprobierstand kann in der Sommerzeit an den Wochenenden Wickerer und Flörsheimer Wein verkostet werden. Die Straußenwirtschaften laden ein, direkt beim Winzer ein edles Tröpfchen zu genießen.

Wanderer genießen zudem in Wicker, als Ausgangspunkt des Rheingauer Rieslingpfads, wertvolle Einblicke in die Weinbautradition auf dem Wickerer Weinweg. Infotafeln bieten Wissenswertes über Wicker und seine Weine. Ebenfalls durch Wicker führt der Weinerlebnisweg Oberer Rheingau. Wanderer auf der Regionalpark-Rundroute Rhein-Main und der Bonifatius-Route durchlaufen Wicker ebenfalls.

Aussichtpunkte in fast alle Himmelsrichtungen liegen am Ortsrand von Wicker. Rund 400m südlich in Richtung Flörsheim steht die Flörsheimer Warte. Sie wurde 1996 im Zuge der Erschließung des Regionalparks als Rekonstruktion eines mittelalterlichen Wehrturmes gebaut. Der einstige Turm aus dem 15. Jahrhundert war optisches Vorbild.

Im Ortskern von Wicker sehenswert ist die katholische Pfarrkirche St. Katharina mit Ringmauer. Die Wehrkirche hat ihre Wurzeln im 13. Jahrhundert und wurde mehrfach überbaut. Der dreigeschossige Turm entstand um 1500. Das mittelalterliche Kirchenschiff erhielt einen Ausbau nach Westen im Jahr 1814.

Auffallend im Ort ist auch das Alte Rathaus in der Taunusstraße. Der Fachwerkbau wurde einst als Gasthof genutzt und war von 1934-71 Rathaus. Das zweigeschossige Gebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert und zeichnet sich durch die künstlerische und qualitätsvolle Fachwerkausführung aus.