Westfälischer Jakobsweg Etappe 7 Dortmund - Herdecke


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 25 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 52 Min.
Höhenmeter ca. ↑395m  ↓388m
Westfälischer Jakobsweg Wegmarkierung Wanderschild

An der St. Reinoldi Kirche im Herzen Dortmunds beginnt diese Tageswanderung auf dem Westfälischen Jakobsweg. Die St. Reinoldi Kirche entstand in ihrer heutigen Form im 13. Jahrhundert. 1421-50 baute man den großen Ratschor von St. Reinoldi, der das Bild der Kirche bis heute prägt.

Von der St. Reinoldi Kirche geht man weiter zur Dortmunder Marienkirche, die als Gerichts- und Ratskirche der ehemaligen Freien Reichsstadt Dortmund wichtige mittelalterliche Kunstschätze beherbergt, darunter den Marienaltar von Conrad von Soest (um 1420) und den Berswordt-Altar (ca. 1395).

Durch den Westenhellweg geht man vor bis zur Kolpingstraße und hält sich links. Hier steht die Propsteikirche St. Johannes Baptist, die einzige katholische der innerstädtischen Kirchen Dortmunds. Die Kirche entstand im 14. Jahrhundert. Im Innern ist u.a. ein spätgotischer Hochaltar-Retabel des Weseler Malers Derick Baegert aus dem 15. Jahrhundert zu bewundern.

Man geht vor bis zum Hansaplatz und folgt ab hier nach rechts der Hansastraße, die am Südwall in die Hohe Straße übergeht. Von der Hohen Straße biegen wir später in die Kreuzstraße ab, die uns zur katholischen Heilig-Kreuz-Kirche bringt, die 1914-16 im Stile des Backsteinimpressionismus gebaut wurde.

Kurz hinter der Kreuzkirche biegt man links ab und erreicht die Nicolaikirche. Sie entstand 1929-30 im Stile des Neuen Bauens. Seit 1951 schmückt ein acht Meter hohes Kreuz aus blauen Leuchtröhren den Kirchturm, das vor Ort gerne auch das Kreuz des Südens genannt wird.

Nach diesem Abstecher geht es wieder zurück zur Hohen Straße, der wir zum Steinernen Turm, einem historischen Wartturm, folgen. Der Steinerne Turm wurde im 14. Jahrhundert errichtet und war Teil der Verteidigungsanlagen der mittelalterlichen Reichsstadt Dortmund. Die untere Hälfte des Steinernen Turms ist original erhalten, die Oberhälfte wurde rekonstruiert.

Der Westfälische Jakobsweg führt nun über das Gelände der Westfalenhallen. Man spaziert durch Rosenterrassen und kommt nun zur Kampfbahn Rote Erde, direkt am Signal Iduna Park. Das Stadion Rote Erde war von 1937-1974 Heimspielstätte von Borussia Dortmund.

Von der Roten Erde geht es nun zu echtem Waldboden und zwar im Naturschutzgebiet Bolmke, dem letzten Rest der hier ehemals ausgedehnten Emscheraue. In der Bolmke mäandrierte die Emscher einst in einem breiten Tal. Heute fließt sie deutlich geregelter, wie man bemerkt, wenn man am Beginn des Naturschutzgebiets den Fluss passiert.

Der Westfälische Jakobsweg hält sich nun links und leitet vorbei am Torhaus des zerstörten Schlosses Brünninghausen zum Botanischen Garten Rombergpark. Im Rombergpark, ehemals der Schlosspark von Schloss Brünninghausen, wachsen rund 4.500 verschiedene Bäume und Sträucher.

Längs des ehemaligen Schlossteichs geht man durch den Rombergpark bis kurz oberhalb des Zoos Dortmund, hält sich hier links, passiert die Bundesstraße B 54 und kommt nach Wellinghofen. Man spaziert durch den Ort, kreuzt später erneut die B 54 und ist nun in Lücklemberg.

In Lücklemberg erreicht der Westfälische Jakobsweg den Stadtwald Bittermark, das größte zusammenhängende Waldgebiet in Dortmund. Der Bittermärker Wald erstreckt sich am Nordhang des Ardeygebirges, durch das wir – einmal die Autobahn A 45 passierend – südwärts ins Naturschutzgebiet Fürstenbergholz und Wannebachtal wandern.

Dann kommt der Westfälische Jakobsweg nach Syburg. Man passiert die evangelische St. Peter Kirche, die im 12. Jahrhundert einen Vorgängerbau aus dem 8. Jahrhundert ersetzte und der älteste Sakralbau im heutigen Stadtgebiet von Dortmund ist.

Vorbei an der Spielbank Hohensyburg kommt man zur Ruine der Hohensyburg, die 775 von Karl dem Großen auf seinem Feldzug gegen die Sachsen eingenommen wurde. Die heute noch erhaltenen Reste der Hohensyburg stammen aus der Zeit um 1150 und wurde vom Kölner Erzbischof beauftragt.

Vorbei am Vincketurm (ein meist geschlossener Aussichtsturm) kommt der Westfälische Jakobsweg zum 1893-1902 errichteten Kaiser-Wilhelm-Denkmal mit grandiosem Blick auf den Hengsteysee, Hagen und das Sauerland.

Über den Ruhrsteilhang – den südlichen Abgang des Ardeygebirges – geht es hinab zum Hengsteysee, an dessen Südufer wir bis zum Laufwasserkraftwerk spazieren. Dann wechseln wir das Ufer und begleiten den Lauf der Ruhr bis nach Herdecke hinein.

Westfälischer Jakobsweg Etappen


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