Vom Phoenix-See zum Hengsteysee


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 20 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 56 Min.
Höhenmeter ca. ↑517m  ↓476m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Nord-Südstrecke führt uns quasi durch eine Art grüne Lunge im Ruhrgebiet, zumeist im Stadtbereich von Dortmund in der Metropolregion Rhein-Ruhr. Für das Grün steht: Neuer Kaiserberg am Phoenix-See, Rombergpark, Zoo Dortmund, Stadtforst Dortmund/Bittermark, Rombergholz, die Naturschutzgebiet Fürstenbergholz-Wannebachtal und Ruhrsteilhänge Hohensyburg am Hengsteysee.

Dazwischen erleben wir die Industriekultur des Ruhrgebiets. Die Strecke endet am Bahnhof Wittbräucke, von dort kann man stündlich nach Dortmund (Signal-Iduna-Park) fahren und dann nach Dortmund-Hörde.

Hörde ist ein Stadtteil im Süden Dortmunds. Wir starten am Neuen Kaiserberg (145m) östlich vom Phoenix-See, der nördlich von der Emscher umflossen wird. Vom Neuen Kaiserberg hat man eine sehr schöne Aussicht auf den Phoenix-See und das angrenzende Stadtgebiet. Der Berg ist Ergebnis einer Landschaftsbaumaßnahme und besteht aus Bodenmaterial des Stahlwerks Phoenix-Ost. 

Auch der 24ha große Phoenix-See ist künstlich auf dem einstigen Gelände des Stahlwerks und Ergebnis des Strukturwandels. Als ein Baustein der Renaturierung der Emscher hält er Wasser zurück. 2010 begann man, das Wasser einlaufen zu lassen, für rund 1 Jahr. Man darf auf dem See segeln und mit motorlosen Booten fahren – alles andere nicht.

Wir umrunden sein Südufer und biegen gegenüber der Kulturinsel in den Rudolf-Platte-Weg. Wir durchwandern einen Teil von Hörde, dessen Gesamtbild sich durch seine neue Lage am See verändert hat.

Die Konrad-Adenauer-Allee bringt uns in den Rombergpark mit dem Torhaus Brünninghausen (1681) beim einstigen Wasserschloss Brünninghausen (1300) an der Schondelle. Hier wurde gesichert, was Zeit und Kriege überstanden hat. Wir wandern an einem Weiher vorbei, haben rechts den Rombergpark mit dem Botanischen Garten und gelangen in den Waldbestand, den wir queren und beim Zoo Dortmund auskommen, den wir an dessen Ostgrenze umrunden.

Durch einen Teil von Lücklemberg erreichen wir den Stadtforst Dortmund/Bittermark und dessen Mahnmal Bittermark. Das ausdrucksstarke Mahnmal in dem ausgedehnten Waldgebiet am Nordhang des Ardeygebirges erinnert an die Morde der Gestapo im Rombergpark und in der Bittermark. 300 Menschen, Zwangsarbeiter und Systemgegner, wurden in den Ostertagen 1945 von der Gestapo umgebracht und verscharrt.

Wir gewinnen an Eindrücken und Höhe. Mit dem Theodor-Freywald-Weg lassen wir die A45 hinter uns und sind im Rombergholz. Dann schaffen wir auch noch die B54. Das Naturschutzgebiet Fürstenbergholz und Wannebachtal in der Gemarkung Syburg empfängt uns mit Mischwald und ist auch aufgrund eines kleinen Moores und seiner Feuchtwiesen geschützt. 

Wir streifen Syburg, kommen zur Hohensyburg mit all seinen Vergnügungen und Sehenswürdigkeiten: Kirche St. Peter, Spielbank Hohensyburg, Burgruine am Syberg (245m), Vincketurm, von dem aus sich ein herrlicher Blick ergibt. Gleich nebenan ist das Kaiser-Wilhelm-Denkmal.

Wir schauen vom Aussichtspunkt Panorama über die Ruhr und Hagen-Nord auf den Hengsteysee und auf Hagen beim Abwärtswandern. Wir gehen ein Stück in Ufernähe des Hengsteysees, einem der sechs Ruhrstauseen, die das Wasser klären helfen. Per Höhenweg kommen wir durch Klusenberg, biegen nach links in die Straße Im Kleff, wandern mit Waldbegleitung nördlich dem Speicherbecken Koepchenwerk vorbei, nehmen den Wittbräucker Waldweg, um zur Bahn zu gelangen.

Bildnachweis: Von alpenzoo [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

Vgwort