Wasserkundlicher Themenwanderweg Fliesswege (Warsteiner Hügelland)


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 20 Min.
Höhenmeter ca. ↑90m  ↓90m
Fliesswege Kallenhardt

Zum 75. Geburtstag des Lörmecke-Wasserwerks entstand 2010 der wasserkundliche Themenwanderweg Fliesswege, den der Sauerländische Gebirgsverein mit einem blauem W auf weißem Grund ausgeschildert hat, der vom Design dem Markierungszeichen der Sauerland-Waldroute entspricht.

Der Name des Wanderwegs bezieht sich auf die teils unterirdischen Fliesswege, die die Lörmecke nimmt. Die Lörmecke entspringt im Plackwald unweit des Lörmecke-Turms und fließt der Glenne zu, die sie nach 13km bei Suttrop erreicht.

Startpunkt des Fliesswege-Wanderwegs ist Kallenhardt östlich von Warstein im Sauerland. Hier geht’s am Wanderparkplatz Hohler Stein los. Im Verlauf der sechs Kilometer langen Rundstrecke befindet sich der Quellstollen, in dem jährlich 3,3 Mio. Kubikmeter Wasser gefasst und in das Versorgungsnetz des Lörmecke-Wasserwerkes eingeleitet werden.

Der Themenwanderweg ist mit zwölf Informationstafeln ausgestattet, die u.a. über die Zeit, als die Region ein großes Korallenriff war, berichten und zeigen, wie der Hohle Stein entstanden ist.

Der Hohle Stein ist eine große Kulturhöhle, die archäologische Funde von der End-Altsteinzeit bis zur vorrömischen Eisenzeit erbracht hat. Der Hohle Stein ist Teil des 265ha großen Naturschutzgebiets. Der Hohle Stein, eine große Felsenhalle, ist sagenumwoben. Man glaubte früher, dass hier der Sohn Hagen von Tronjes den Schatz der Nibelungen versteckt haben solle.

Eine Sage zum Hohlen Stein wird so erzählt: „Zu Großmutters Zeiten war es bei der Höhle nicht recht geheuer. Die Seele eines Mannes namens Röing, der vor etlicher Zeit lebte und eines gewaltsamen Todes starb, wurde in den Hohlen Stein verbannt. Seitdem geht seine Seele dort um. Eines Abends wagte ein Übermütiger, sie aufzufordern: "Röing, kumm mol heriut!" Da fing es in der Höhle an zu rumoren. Unter donnerähnlichem Krachen kollerten schwere Brocken den Felsen herab, einer bis dicht vor Benz Mühle. Alle Leute in der Mühle machten vor Schreck das Kreuzzeichen. Der große und sonst so freche Wolfshund verkroch sich winselnd in eine Ecke. Der Herausforderer wagte nicht, an dem Abend nach Hause zu gehen und bat, über Nacht in der Mühle bleiben zu dürfen.“ 


Bildnachweis (attribution,via Wikimedia Commons): 1,2 by Martin Lindner; 3 by Enste [CC-BY-SA-3.0]

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