Auf Diamantensuche im Warsteiner Hügelland


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 24 Min.
Höhenmeter ca. ↑175m  ↓175m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Suttrop ist ein Stadtteil von Warstein im Sauerland. In vergangenen Tagen wurde in Suttrop u.a. Kalkstein abgebaut und gebrannt. Daran erinnert der 2007-08 vom Heimatverein neu errichtete Kalkofen in der Nuttlarer Straße, der Startpunkt für diese kleine Rundwanderung ist.

Der Vorgang des Kalkbrennens ist einer der ältesten technischen Produktionsverfahren der Menschheit und wurde bereits 11.000 vor Jahre unserer Zeitrechnung verwendet. Das Grundprinzip ist einfach: Bei über tausend Grad Hitze gibt Kalkstein Kohlendioxid ab. Übrig bleibt der sogenannte Stückkalk, der dann gemahlen und entweder als Dünger in der Landwirtschaft oder als Hauptzutat für Kalkmörtel verwendet wird.

Aber nicht nur in Sachen Kalk ist Suttrop gut bestückt. Auch bei anderen Mineralien gibt‘s große Vorkommen. Z.B. fand man früher hier viele Suttroper Diamanten. Das sind leider nur Quarzkristalle. Trotzdem sind die Suttroper Diamenten Namensgeber für den Diamentenpark am Suttroper Kalkofen und für den Diamentenpfad, einen kurzen geologischen Lehrweg, der über die Steine im Warsteiner Hügelland informiert.

Derart gut informiert gehen wir los auf eine kleine Wanderung, die uns zunächst auf den Sauerländer Rennweg (Hauptwanderweg X26) führt. Dem Rennweg folgen wir hinein nach Warstein. Über Salzbörnchen geht es durch Synagogenstraße und Rangestraße zum Müschederweg, den wir nun bis zum Wanderparkplatz Enkerbruch nutzen. Beiderseits des Weges sieht man die Spuren der Kalkindustrie.

Kurze Zeit später trifft man auf die Sauerland-Waldroute, die jetzt die Richtung durch schöne Wald- und Felspartien nordwärts vorgibt, bis wir wieder auf den Rennweg treffen und den Diamantenpark in Suttrop erreichen.


Bildnachweis (attribution, via Wikimedia Commons): 1 by Dominik Schäfer [CC-BY-SA-3.0]