Von Willingen hinauf auf den Hohen Eimberg (Wanderweg W8)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 21 Min.
Höhenmeter ca. ↑393m  ↓393m
Willinger Wanderweg W8 Markierung Beschilderung

Obwohl Willingen eine Gemeinde in Hessen ist, gehört es doch zum ansonsten westfälischen Sauerland – und ist hier zugleich einer der wichtigsten Touristenziele. Das Upland bezeichnet den nordwestlichen Teil des Rothaargebirges. Wir schauen uns das genauer an und wandern den Grenzweg zwischen Nordrhein-Westfalen und Hessen mit etlichen Grenzsteinen, herrlichen Aussichten, den Höhen Hoher Eimberg (806m) und Dreiskopf (780m), durch das Tal der Itter, auf der mit W8 gekennzeichneten Runde, nördlich von Willingen. Südlich ist übrigens die größte Großschanze der Welt, die Mühlenkopfschanze.

Start ist beim Lagunenbad, der Eissporthalle, dem Kino und der Touristen-Information. Wir wandern mit dem Uhrzeiger und der will erstmal rauf. Der Uplandsteig auch. Wir queren die Bahn in Willingen. Das Willinger Wahrzeichen ist der 294m lange Willinger Viadukt von 1916. An ihrem höchsten Punkt steht die Bogenbrücke 31m über dem Tal.

Wir kommen zum Kurpark mit Teich und Buckemülle, wo sich die Runde öffnet, wir Willingen diagonal gen Nordwesten queren und Zum Treis einbiegen. Der Haselnussweg führt uns auf den Weg Zum Hohen Eimberg. Der Weg ist erst durch Wiesen dann durch Wald begleitet. Am Hohen Eimberg sind wir nach rund 3,7km angelangt, lassen uns am Bänkchen nieder und genießen die herrliche Aussicht.

In der bewaldeten Höhenlage kommen wir zum Dreiskopf (780m). An der Landesgrenze sehen wir hier und da alte Grenzsteine. Für bessere Sicht sorgte Kyrill im Januar 2007. Dem Wind war es egal, wo die Bäume umknickten wie Streichhölzer. Ab dem Dreiskopf geht’s langsam aber sicher und bald deutlicher immer weiter abwärts.

Nach etwas über 6,9km halten wir uns rechts und kommen an einer Schutzhütte vorbei. Im Zickzack geht’s noch schneller abwärts. In der Lommerke nähern wir uns Bebauung, der L3393 im Tal der Itter. Wir queren die Straße und begleiten die Itter nach Schwalefeld, wo es mal die Schwalenburg gab. Die sehen wir, nicht aber die interessante Pilgerkirche Schwalefeld, wo der Pilgerweg nicht längs-, aber durchführt. Das sollte man sich auf jeden Fall anschauen. Die Stationen in der Kirche sind ganz besonders angelegt und unerwartet! Wer jetzt auf Pilgergeschmack gekommen ist: der 17km lange Upländer Besinnungsweg wäre eine weitere Wandermöglichkeit.

Der W8 und der Weg Haus Bellevue führen durch das Ittertal und wir kommen an einer Schieferhalde vorbei. Bis 1971 war die Schiefergrube Christine am Iberg (721m) in Betrieb. Ein Jahr später wurde aus dem Schieferbergwerk ein Besucherbergwerk. Bald hat uns Willingen wieder.

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