Von Odenthal zum Altenberger Dom und durch den Wildpark Altenberg


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 24 Min.
Höhenmeter ca. ↑345m  ↓345m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir beginnen diese Runde am Hotel zur Post in Odenthal. Hier können wir nach getaner Arbeit - sprich Wanderung - auf sehr hohem Niveau uns wieder zu Kräften bringen. Gourmetrestaurant (mit Michelin-Stern) und die rustikale Postschänke der Post in Odenthal bieten hervorragende Küche.

Zu Beginn der Wanderung halten wir uns ein Stück auf der Hauptstraße („Altenberger Dom Straße“) und kommen dann über den Odenthaler Ortsteil Osenau ins Osenauer Bachtal (einem Zufluss der Dhünn). Dem folgen wir hinauf nach Glöbusch. Von hier aus spazieren wir hinein ins Tal des Leimbachs, einem 6km langen Fluss, der ebenfalls auf dem Weg zur Dhünn ist.

Das Leimbachtal gibt uns die Richtung vor nach Gronenborn, das bereits zum Stadtgebiet von Leverkusen zählt. Dann biegen wir rechts ab und kommen nach Holz und weiter nach Altenberg im Dhünntal.

In Altenberg gilt unser Hauptinteresse natürlich dem Altenberger Dom, der wohl bekanntesten Kirche im Bergischen Land. Der Altenberger Dom war einst die Klosterkirche der von den Zisterziensern errichteten Abtei Altenberg und diente bis ins 16. Jahrhundert als Grablege der Grafen und Herzöge von Berg.

International bekannt ist der Altenberger Dom für das um 1390 gebaute Westfenster, das als größtes gotisches Bleiglasfenster nördlich der Alpen gilt. Es stellt das himmlische Jerusalem dar. Die Stifter des Fensters, das erste bergische Herzogspaar Anna von der Pfalz und Wilhelm II. von Berg, sind als kniende Figuren in der Zentralgruppe der Glasmalerei dargestellt.

Nachdem wir den Altenberger Dom Respekt gezollt haben wandern wir weiter zu einem optisch unspektakulären, historisch aber recht wichtigem Ort: Dem Standort der Burg Berge. Das war die Stammburg des Bergischen Lands. Später siedelten die Grafen erst nach Burg an der Wupper, dann nach Düsseldorf um. Hätten sie das gelassen, wäre heute Odenthal wahrscheinlich Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen...

Wir wandern weiter, kreuzen das Hortenbachtal und wandern durch den Wildpark Altenberg und über den Eichenberg (184m) zum Schloss Strauweiler. Seine heutige Form erhielt Schloss Strauweiler im 16. und 17. Jahrhundert. Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts war Schloss Strauweiler auch Sitz der niederen Gerichtsbarkeit und unterhielt aus diesem Grund in dem zweigeschossigen Ecktürmchen das Odenthaler Gefängnis. Durch die Lindenallee kommen wir zurück nach Odenthal... und haben uns ein leckeres Essen in der Post redlich verdient.

Unser erreichter folgender Hinweis von einer Wandergruppe (Stand: August 2019): Die Wanderung verläuft "nur zum Teil auf Wegen, zum größten Teil in
der ersten Hälfte kaum passierbar (über diverse Stacheldraht-eingezäunte Viehweiden, über gerodete Waldflächen, durch Bäche, durch Brombeeren". Bitte entsprechend bei der Planung berücksichtigen, dass man im Sommer vor Ort entsprechende Alternativen nutzen muss.

Bildnachweis: Von Charlie1965nrw [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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