Hexenroute Odenthal (Bergisches Land)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 45 Min.
Höhenmeter ca. ↑234m  ↓234m
Hexenroute Odenthal Bergisches Land

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts kam es in Odenthal zu einer Welle von Hexenprozessen, in deren Verlauf zahlreiche Frauen der Hexerei angeklagt und auf den Scheiterhaufen in Bensberg verbrannt wurden. Die letzte Verurteilte war Katharina Güschen, die im Jahre 1613 als vermeintliche Hexe hingerichtet wurde. Ihre noch heute erhaltene Prozessakte ist ein erschütterndes Zeugnis der damals gängigen Rechtsfindung.

Die Hexenverfolgung ist Thema der Hexenroute bei Odenthal im Bergischen Land. Die Hexenroute startet am Parkplatz des Schulzentrums Odenthal an der Bergisch-Gladbacher-Straße (L 270 in Richtung Bergisch Gladbach). Die Hexenroute führt uns zunächst durch den alten Kern von Odenthal, in dessen Mitte der Hexenbrunnen steht. Ein überbrodelnder Kupferkessel, der von fünf finster dreinblickenden Fabelwesen getragen wird.

Weiter geht es auf der Hexenroute hinauf nach Glöbusch. Am Dorfausgang befindet sich auf der rechten Seite ein Spielplatz. Diese Wiese ist laut den alten Hexenlegenden einer jener Plätze an dem sich die Hexen trafen, um den Hexensabbat zu feiern. Der Weg führt entlang der Straße über Eberich und Holz weiter nach Blecher. Kurz hinter Blecher liegt die Straße Eichenplätzchen, auch hier sollen sich die Hexen zum Tanz versammelt haben.

Nach einigen hundert Metern führt der Weg vorbei an Gut Edelrath in den Wald und nun geht es durch einen Siefen hinab ins Eifgenbachtal. An der Furt im Tal angelangt, wendet man sich nach rechts. Der Weg verläuft nun immer am Ufer des Eifgenbachs entlang,.

Nach einiger Zeit erreicht man den Deutschen Märchenwald kurz hinter der Einmündung des Eifgenbachs in die Dhünn. Der Deutsche Märchenwald im Odenthaler Ortsteil Altenberg wurde 1931 gegründet und gilt als ältster Märchenwald in Deutschland.

Wenig später erreicht man auf der Hexenroute das barocke Eingangstor des ehemaligen Klosters Altenberg. Heute ist die Klosterkirche als Altenberger Dom der wichtigste Sakralbau im Bergischen Land, nicht zuletzt wegen des kostbaren Westfensters, das1357 entstand und das mit einer Fläche von 162qm als größtes gotisches Kirchenfenster nördlich der Alpen gilt.

Von Altenberg aus läuft die Hexenroute läuft weiter durch die Dhünnaue und steuert auf direktem Weg zur zurück nach Odenthal.

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