Traumschleife Mittelalterpfad Herrstein (Naheland)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 17 Min.
Höhenmeter ca. ↑310m  ↓310m
Traumschleife MIttelalterpfad Herrstein

Herrstein liegt an der Deutschen Edelsteinstraße am Übergang des Idarwalds ins Nahetal. Herrstein ist bekannt für seinen gut erhaltenen mittelalterlichen Ortskern und dieses Thema greift auch eine der Traumschleifen im Saar-Hunsrück auf: der Mittelalterpfad.

Wir starten die Wanderung am kleinen Parkplatz am Schlossweg. Hier steht Schloss Herrstein, im 18. Jahrhundert erbaut, und die einstige Schlosskirche, die im Kern noch aus dem 13. Jahrhundert stammt und seit dem Mittelalter als Pfarrkirche dient. Im Inneren der evangelischen Schlosskirche verrichtet eine Stumm-Orgel aus dem Jahr 1772 ihren Dienst.

Jetzt geht es direkt hinein in den Kirchwald und wir wandern in nördliche Richtung. Nach einiger Zeit lichtet sich der Wald und wir genießen aus der offenen Landschaft weite Aussichten.

Hinter der Kreisstraße K 29 treffen wir auf den Hosenbach und queren ihn auf einer kleinen Holzbrücke. Dann hält man sich links und wandert wo zur Rabenkanzel, eine als Naturdenkmal geschützt Felsformation. Hier lädt ein Rastplatz für Wanderer zum Pausieren ein.

Durch die Wälder an der Westflanke des Hosenbergs (426m) wandern wir vor, bis wir wieder offenes Land erreichen und folgen hier der Traumschleife nach links. Erneut wird der Hosenbach gequert und wir wandern vorbei an Breitenthal zur Jammereiche. Hier steht eine Sinnesbank und lädt zum Verweilen ein.

Unsere Wanderung bleibt aussichtsreich. Erst kommen wir zu einer Aussichtsplattform, von der aus man viele kleine Hunsrückdorfer sieht und dann erreicht man den Herrsteiner Aussichtsturm. Von Aussichtsturm aus genießt man den weiten Blick ins Fischbachtal.

Jetzt leitet uns die Wanderstrecke wieder zurück nach Herrstein. Wir folgen dem Fischbachtal hinein in den Ort. Hier treffen wir auf den Hankelbrunnen. Der Hankel ist eine Nickname für die Herrsteiners und versteht sich als Abkürzung des damals oft hier vorkommenden Namens Johann-Karl, aus dem wurde Hann-Karl und schließlich Hankel. Der war wohl hin und wieder ein wenig aufgeblasen und deshalb wird er auch von einem Jungen geärgert.

Wir kommen zum Wahrzeichen Herrsteins, dem Uhrturm. Der ist ein spätgotischer Torturm mit hohem Walmdach und wurde 1449 errichtet. Man kann die schönen Häuser ab dem 15./16. Jahrhundert unter Denkmalschutz gar nicht alle herunterspulen, die traufständig den Ortskern umrahmen. Insgesamt tummeln sich rund sechzig sehenswerte Häuser in Herrstein. Eines davon ist die Zehntscheune und da gibt es ein kleines Café mit hausgemachten regionaltypischen Leckereien.

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