Thüringer Elisabethpfad Etappe 2 Creuzburg - Datterode


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 20 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 32 Min.
Höhenmeter ca. ↑227m  ↓212m
Thüringer Elisabethpfad

Die zweite Tageswanderung auf dem Thüringer Elisabethpfad, der den Wanderer von Eisenach nach Marburg, die Wirkungsstätte der heiligen Elisabeth bringt, startet in Creuzburg. Creuzburg ist für das Leben der heiligen Elisabeth eine wichtige Station. Hier brachte sie ihren Sohn Hermann zur Welt und erlebte manche Feierlichkeit, denn Burg Creuzburg war die offizielle Zweitresidenz der Thüringer Landgrafen und zugleich bevorzugter Aufenthaltsort der heiligen Elisabeth während der Zeit mit ihrem Mann, der 1227 dann in den Kreuzzug aufbrach und von dieser Reise nicht mehr zurückkehrte.

Errichtet wurde Burg Creuzburg 1165-70 als romanische Ringmauerburg. Aus dieser Zeit blieben die Ringmauer, das Turmhaus mit Elisabethkemenate und Teile des Palas erhalten. Der Burghof mit einem kleinen Barockgarten, einem hölzernen Bonifatiuskreuz, einem tiefen Burgbrunnen sowie der prägenden Sommer-Linde ist frei zugänglich.

Von Burg Creuzburg aus wandert man wieder hinab zur Werra, vorbei am Campingplatz Werratal und begleitet dann grob den Lauf der Bundesstraße B 7, die südlich der Kalten Laibe (389m) entlangführt. Man ist jetzt im Ringgau unterwegs, einem Hochplateau im Grenzgebiet von Hessen und Thüringen. In Ifta steuert man auf die evangelische Dorfkirche zu, ein barocker Saalbau von 1714 mit farbenprächtiger Ausstattung.

Kurz hinter Ifta passiert man die ehemalige innerdeutsche Grenze und kommt ins hessische Lüderbach. In der Dorfmitte steht die evangelische Kirche, die im Kern aus dem 12. Jahrhundert stammt, aber 1837-38 komplett umgebaut wurde. In der Lüderbacher Dorfkirche befindet sich der einzige komplett erhaltene spätgotische Beweinungsaltar in Deutschland. Dieser 1904 auf einem Dachboden entdeckte Flügelaltar aus Lindenholz zeigt im Mittelrelief die Beweinung Christi, auf den Flügeln die Apostel und auf den Außenseiten Szenen aus dem Garten Gethsemane und die Geißelung.

Über befestigen Grund wandert man von Lüderbach weiter nach Netra, Verwaltungssitz der Gemeinde Ringgau. Hier fällt die Wasserburg Netra ins Auge, ein Renaissancebau, der 1590-1600 entstand. Der aus Bruchstein gemauerte, teilweise noch verputzte Burgbau selbst ist dreigeschossig und mit einem zweigeschossigen Mansardwalmdach aus roten Ziegeln gedeckt. Teile des ersten Stockwerkes wurden im Stil des Barock umgestaltet. Die Wasserburg Netra befindet sich in Privatbesitz und kann nur von außen besichtigt werden.

In dem kleinen Dörfchen Netra erhebt sich mächtig der Turm der evangelischen Jakobskirche, die um 1480 erbaut wurde und ursprünglich als Wehrturm diente. Der Kirchturm beeindruckt denn auch heute noch mit seinen vier zu Ecktürmen ausgestalteten Wichhäuschen. Ein weitere mächtige Wehrkirche sieht man in Röhrda, bevor man schließlich nach Dattenau kommt, dem Ziel der Tagesetappe.

Thüringer Elisabethpfad Etappen


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