Straße der Arbeit Etappe 7 Waldbröl - Bielstein


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 24 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 4 Min.
Höhenmeter ca. ↑590m  ↓657m
Fernwanderweg Strasse der Arbeit

An der katholischen Pfarrkirche St. Michael in Waldbröl, erbaut 1706 von einer Strafzahlung der evangelischen Gemeinde, beginnt die Tagestour auf der Straße der Arbeit. Man begleitet auf dem Promenadenweg den kleinen Waldbrölbach abwärts, biegt nach rechts in den Raabeweg und verlässt vorbei an den Sportanlagen Waldbröl in Richtung Bohlenhagen.

Hinter Bohlenhagen erreicht die Straße der Arbeit das Homburger Ländchen, das sich zwischen Agger und Waldbrölbach erstreckt. Die frühere Reichsherrschaft Homburg entstand als Zwergterritorium im Mittelalter. Bis 1743 genoss die Region um Nümbrecht, Wiehl und Marienberghausen unter der Eigendynastie des Hauses Sayn-Wittgenstein eine relative Selbständigkeit. Verwaltungssitz der Reichsherrschaft Homburg war Schloss Homburg bei Nümbrecht.

Nümbrecht ist nun auch das nächste Zwischenziel auf dieser Etappe. Die Straße der Arbeit führt geradewegs in Zentrum von Nümbrecht rund um die evangelische Kirche. Der Baubeginn der Nümbrechter Kirche wird auf das 10. Jahrhundert geschätzt. Markante Merkmale sind der wuchtige romanische Turm, die schweren mittelalterlichen Pfeiler, der gotische Chor, das flache Gewölbe vom Ende des 17. Jahrhunderts und die barocke Turmhaube.

Von Nümbrecht wandert man auf der Straße der Arbeit weiter zum Schloss Homburg. Schloss Homburg entstand in seiner heutigen Form ab 1635, geht aber zurück auf eine Burg, die schon im 13. Jahrhundert genannt wird. 1926 zog das Kulturhistorische Museum des Oberbergischen Kreises in Schloss Homburg ein, mit umfangreichen Sammlungen zur Geschichte der Region. Nach einer umfassenden Renovierung strahlt Schloss Homburg seit 2014 wieder in frischem Glanz.

Vorbei am Restaurant Holsteins Mühle folgt man dem Stockheimer Bachtal hinauf nach Stockheim und wandert weiter zur Tropfsteinhöhle Wiehl. Bereits 1926-27 wurde die Tropfsteinhöhle als Schauhöhle erschlossen. Der Schauhöhlenbereich ist 400m lang und mit elektrischem Licht ausgestattet; insgesamt ist die Höhle 868m lang und verfügt über 1.500m Höhlengänge.

Jetzt leitet die Straße der Arbeit nach Wiehl hinein. Vorbei an der katholischen Kirche St. Maria Himmelfahrt wandert man in einen Bogen hinauf nach Bielstein, dem Ziel der Etappe. Bielstein ist heute im Umland als Bierdorf Bielstein bekannt: 1900 wurde auf dem Gelände einer alten Kunstwollspinnerei die Adler Brauerei gegründet, die 1976 mit der Siegtal-Brauerei in Mudersbach zur Erzquell-Brauerei fusionierte.

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