Turmroute (Schlossblicke Nümbrecht)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 26 Min.
Höhenmeter ca. ↑291m  ↓291m
Schlossblicke Nümbrecht: Turmroute

In Nümbrecht steht Schloss Homburg, eine Höhenburg der Grafen von Sayn und eines der Wahrzeichen des Oberbergischen Lands. Unter der Überschrift Schlossblicke Nümbrecht wurden Aussichtspunkte gestaltet, die durch drei neue Wanderwege erschlossen werden. Sie bieten neben den Schlossblicken abwechslungreiche Spaziergänge durch die reizvolle Kulturlandschaft des Homburger Ländchens.

Wir beginnen die Turmroute an einem Turm und zwar dem Aussichtsturm Auf dem Lindchen oberhalb des Kurparks Nümbrecht. Auf den 34m hohen Aussichtsturm führen 154 Stufen und von oben hat man einen tollen Weitblick bis zum Rhein, zum Siebengebirge und ins Sauerland. Das Turmstübchen hält Kaffee, Kuchen und Snacks vor.

Wir wandern gegen den Uhrzeigersinn und kommen über Distelkamp und Breunfeld ins Bröltal. Die Bröl ist ein 45km langer Zufluss der Sieg. Sie entspringt bei Waldbröl und mündet in Hennef. Wir passieren die Bröl und kommen so nach Gaderoth und weiter nach Prombach.

In Prombach haben wir den östlichen Scheitelpunkt der Turmroute erreicht und wandern und über Oberbierenbach in den Nümbrechter Ortsteil Bierenbachtal. Hier hat eine Metzgerfamilie über Generationen hinweg Bohnen angebaut und verkauft, die mittlerweile eine eigene Sorte entwickelt haben, die auf den Namen „Schlachtschwert“ hört und nicht nur schmackhaft, sondern auch besonders gut an die Klimaverhältnisse der Bergischen Lands angepasst ist.

Hinter Bierenbachtal kommen wir zur Holsteins Mühle, die früher für Schloss Homburg als Mehl- und Sägemühle arbeitete. Heute sind die Liegenschaften mit viel Liebe restauriert und stehen als Restaurant, Landhotel und Event Location zur Verfügung. Gekocht wird mit regionalen Zutaten und auf Vorbestellung kann man sich auch eine Bergische Kaffeetafel richten lassen.

Wenig später treffen wir auf Schloss Homburg ein. Seine Optik erhielt das Schloss im 17. Jahrhundert, als die Grafen von Sayn die Burg zu einem repräsentativen Schloss umbauten. 1816-19 beherbergte das Schloss den Kreissitz, danach wurde es dem Verfall überlassen. Erst 1904 wurde der Verfall gestoppt, und 1926 bezog ein Museum die Räumlichkeiten, das heutige Museum des Oberbergischen Kreises. Von Schloss Homburg ist es dann nicht mehr weit bis wir zurück sind am Aussichtsturm Auf dem Lindchen.

Bildnachweis: Von Frank Vincentz [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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