Sponheim

Das Weindorf Sponheim kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, die mit dem untergegangenen Ort Dalen beginnt, der rund 1km nördlich von Sponheim lag. Dalen brannte 1234 nieder und die Bevölkerung siedelte sich im benachbarten Spanheim an und zwar beim Kloster Spanheim. Ein anderer Teil zog zur Burg Spanheim. Das sind jetzt übrigens kein Tippfehler. Aus Spanheim wurde erst im 17. Jahrhundert Sponheim.

Mit dem Span ist eine Sage verbunden. Einer aus dem Grafengeschlecht soll Kreuzfahrer gewesen sein und ein Stück vom Kreuze Christi in Jerusalem gewonnen haben. Der Span kam im Hunsrück an und die Grafenfamilie baute zum Dank das Kloster Spanheim. Das ehemalige Kloster Spanheim ist ein sehr markanter Bau und heute die katholische Pfarrkirche St. Maria und Martin.

Die romanische Pfarrkirche St. Maria und Martin hat ein griechisches Kreuz als Grundriss und entstand ab 1101 in mehreren Phasen. Man trifft neben romanischen auch auf barocke Elemente. Das ehemalige Konventsgebäude stammt aus dem 18. Jahrhundert, die Sakristei aus dem frühen 17. und das Brunnenhaus aus den Anfängen des Klosters im 12. Jahrhundert. Der Turm war einst höher und hatte einen spitzen Helm. 1707 fiel der Turm einen Brand zum Opfer und wurde in der heutigen abgekürzten und kompakteren Form aufgesetzt. Im Inneren noch sehenswert sind ein Bodenmosaik und alte Grabplatten. Die Ausstattung stammt zumeist aus dem 18. Jahrhundert.

Ein weiteres interessantes Gebäude, auch in der Klosterstraße, ist das Sponheimer Rathaus aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Es schaut ein wenig burgig aus. Das neugotische Rathaus wurde aus Sandsteinquadern errichtet. Die Giebelschrägen sind mit Spitzbogenfriesen verziert und der dreigeschossige Turm hat Zinnen. Früher war im Rathaus auch eine Zelle eingebaut. Ebenfalls aus Sandsteinquadern besteht die neugotische evangelische Kirche in der Rathausstraße. Sie stammt aus dem Jahr 1856 und reckt ihren schlanken Turm in den Himmel.

Südlich von Sponheim im Ellerbachtal stehen die Ruinen der Burg Sponheim. Von der einstigen Spornburg, die südlich und östlich im Tal vom Ellerbach umflossen wird, stehen noch Überreste des Bergfrieds auf einer Anhöhe im Ort Burgsponheim. Die Burg entstand um 1100 und hatte damals auch einen Palas und Ringmauern. Nun stehen nur noch einige Reihen Buckelquader vom Rundturm.

Durch Sponheim führt auch der Sponheimer Weg. Der hat seinen Namen von den Grafen von Sponheim und folgt den historischen Spuren dieses Geschlechts. Dabei verbindet er Bad Kreuznach an der Nahe mit Traben-Trarbach an der Mosel.

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