Schluchtensteig Etappe 2 von Blumberg durch die Wutachschlucht zur Schattenmühle


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 20 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 38 Min.
Höhenmeter ca. ↑820m  ↓841m
Schluchtensteig Markierung

Die zweite Etappe des Schluchtensteigs im Naturpark Südschwarzwald beginnt in Blumberg an der Stadthalle in der Hauptstraße. Wir gehen einige Meter auf der Hauptstraße in westliche Richtung und sind schon in der Natur.

Das erste Highlight dieser Wanderung steht direkt an: Wir wandern über eine 8m lange, steile Treppenleiter hinein in die Schleifenbachklamm und sehen die Schleifenbachfälle. Der Schleifenbach stürzt hier in mehreren, bis zu zwanzig Meter hohen Kaskaden das steile Tal hinab und schneidet sich dabei unbarmherzig in den weichen Untergrund.

Durchs Schleifenbachtal wandern wir auf dem Schluchtensteig weiter zum Wutachknie, wo die Wutach markant ihren Verlauf ändert. Der Weg zum Wutachknie führt durch lichten Laubwald und offene Tallandschaft, bis wir Achdorf erreichen. Hier passieren wir das Landgasthaus Scheffellinde, in dem einst der Dichter Josef Viktor von Scheffel öfters zu Gast war.

Wir folgen dem Wutachtal aufwärts, kommen am Weiler Aselfingen vorbei, wechseln hier die Uferseite und erreichen später die Wutachmühle. Hier gibt es den großen Wanderparkplatz Wutachmühle und einen beliebten Kiosk, an dem sich Wanderer vor dem Einstieg in die Wutachschlucht gerne erfrischen.

Jetzt wird der Schluchtensteig wieder richtig steigig. Wir wandern durch die Wutachschlucht, lassen uns von den hohen Felsen und engem Tal beeindrucken und sind fernab von Straßen und anderen Zeichen der Zivilisation. Die Wutachschlucht ist ein einzigartiges Naturgebiet. Von den 2 500 in Mitteleuropa vorkommenden Planzenarten sind in der Wutachschlucht allein 1 200 vertreten. Über 200 Schmetterlingsarten und hundert Vogelarten leben hier, darunter der Wespenbussard, der Gänsesäger und der Eisvogel.

Wir wechseln auf dem Rummelesteg die Talseite und wandern nun rechts der Wutach zum Tanneggerwasserfall und zum ehemaligen Kurort Bad Boll, der im 19. Jahrhundert Konjunktur hatte, heute aber bis auf die Kapelle Bad Boll abgebaut ist. Einzelne Mauerreste sind in der Landschaft noch zu entdecken und werden von der Natur zurückerobert. Ein romantischer Platz.

Bei der Kapelle Bad Boll passieren wir die Wutach erneut und kommen nach anderthalb Kilometern zur Einmündung der Gauchach in die Wutach. Hier führt der Kanadiersteg über den Fluss.

Wir wandern aber weiterhin links der Wutach vor bis zum Etappenziel, der Schattenmühle. Die Schattenmühle ist eine ehemalige Wassermühle in der Wutachschlucht, die erstmalig 1596 genannt wurde. Später wurde die Schattenmühle zum touristischen Betrieb umgewidmet. 2007 brannte die Schattenmühle ab. Die Gebäude wurden wieder aufgebaut – allerdings nicht originalgetreu.

Bildnachweis: Von Mboesch [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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