Schloss Ahausen

Am Ahauser See recht passend aufgehoben ist die ehemalige Wasserburg Ahausen. Um der Wahrheit die Ehre zu geben, muss man allerdings erwähnen, dass der See zur Bauzeit der Burg noch nicht existierte. Die Ursprünge der Burg gehen bis auf das Jahr 1348 zurück, damals schon galt Ahausen als Rittersitz. Auf den Grundmauern dieser alten Burg steht der heutige ländliche Herrensitz, der im 17. Jahrhundert entstand.

Der Kern der Anlage ist ein relativ schlichtes, zweigeschossiges Herrenhaus. Es wurde um 1650 von Johann Moritz von Schade zu Grevenstein erbaut. In den folgenden Jahrzehnten gab es mehrfach Umbauten und Erweiterungen. So kam etwa die doppelarmige Freitreppe mit Wappenaufsatz und das sehenswerte Portal 1723 hinzu.

Zur Burg gehört auch die Schlosskapelle St. Agatha, die mit ihrer Stuckbalkendecke an die Hospitalkirche in Attendorn erinnert. Noch interessanter ist allerdings der Flügelaltar aus spätgotischer Zeit mit Darstellungen aus der Passionsgeschichte. Wann genau die Kapelle entstand, ist nicht eindeutig nachzuweisen. Zwar findet sie 1722 erstmals urkundliche Erwähnung, es gibt aber auch Indizien dafür, dass sie bereits einige Jahrzehnte früher entstand.

Ebenfalls einen Besuch wert ist die der Heiligen Anna geweihte Kapelle beim Forsthaus Dahm. Das kleine Kirchlein steht direkt am Waldrand und wurde 1901 erbaut. Die Familie Vogt, die die Kapelle errichtete, wanderte später nach Amerika aus und verkaufte ihren Hof mitsamt der Kapelle. Allerdings nur unter der Auflage, dass jedes Jahr zu Ehren von St. Anna eine Heilige Messe in der Kapelle gelesen werden solle. Diese Tradition besteht bis heute fort, inzwischen hat sich daraus eine Messe im Freien neben der Kapelle entwickelt, zu der auch viele Wanderer aus der Umgebung kommen. Ausgesprochen sehenswert ist übrigens auch das Forsthaus Dahm selbst. Es handelt sich dabei um ein eindrucksvolles Fachwerkgebäude auf einem Sockel aus Bruchsteinmauerwerk

Ähnlich wie in den Finnentroper Ortsteilen Bamenohl und Lenhausen an der Lenne findet sich auch an der Bigge ein Wasserkraftwerk aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Die Anlage, die 1937-38 entstand, sitzt direkt an der Staumauer, die die Bigge zum Ahauser See aufstaut. Und wie bei den anderen genannten Kraftwerken auch, wurde auf eine ansprechende Optik geachtet. Daher ist das Maschinengebäude mit Naturstein verkleidet. Das Kraftwerk diente einst dazu, den ländlichen Raum zu elektrifizieren. Heute deckt es als Speicherkraftwerk Lastspitzen ab und liefert ungefähr 4,6 Mio. Kilowattstunden jedes Jahr.