Ahauser Stausee

Nachdem die Bigge zwischen Olpe und Attendorn im Biggesee gestaut wurde, wird ihr natürlicher Fluss hinter Attendorn ein weiteres Mal gebremst. Von der Burg Schnellenberg bis auf die Höhe von Dünschede zieht sich der Ahauser Stausee, der bereits 1937-38 angelegt wurde.

Der Ahauser Stausee dient vor allem der Stromerzeugung. Das Wasserkraftwerk im mit Naturstein verkleideten Krafthaus hat eine Leistung von 1,8 Megawatt. Der 33ha große See wird heute insbesondere als Angelrevier genutzt. Baden ist hier nicht erlaubt, Bootfahren schon. So findet hier regelmäßig eine Piraten-Regatta statt – wobei nicht die Bootsfahrer als Piraten tituliert werden, sondern die Bootsklasse diesen Namen trägt. Piraten sind kleine Knickspant-Jollen mit einer Segelfläche von bis zu 10qm.

Nördlich des Ahauser Stausees liegt der kleine Flugplatz Attendorn-Finnentrop. 1932 als Segelflugplatz Süd-Sauerland gegründet, ist die Graspiste am Franzosenkopf seit 1975 als Sonderlandeplatz für alle Maschinen bis zu 2t Gewicht zugelassen. In den letzten Jahren findet am Franzosenkopf ein gut besuchtes und international bestrittenes Drachenfestival statt.

Das Dorf Dünschede liegt östlich des Ahauser Sees. Hier findet sich romanische Pfarrkirche St. Martinus, die Anfang des 13. Jahrhunderts geweiht wurde. Im Inneren ziehen vor allem die Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert die Blicke auf sich. Bei Grabungen im Jahr 1974 stieß man in der Apsis der alten Kirche auf Fundamente von zwei Vorgängerbauten, deren älteste Teile wahrscheinlich aus der Zeit zwischen 1000 und 1050 stammen. Bei diesen Grabungen entdeckte man unter den Bodenplatten inmitten menschlicher Knochen auch eine Jakobsmuschel, die heute im Pfarrhaus aufbewahrt wird.