Rundtour über den Rodderberg zum Rolandsbogen (Mittelrheintal)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 19 Min.
Höhenmeter ca. ↑281m  ↓281m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Ausgangspunkt dieser Rundwanderung ist der Parkplatz vor dem Wildpark Rolandseck am Ende der Straße Am Kasselbach. Der Bahnhof Rolandseck (hier hält die Mittelrheinbahn von Köln über Bonn nach Koblenz und Mainz) ist rund 250m entfernt und kann ebenfalls als Startpunkt genutzt werden.

Apropos Bahnhof Rolandseck: Seit 2007 ist das Empfangsgebäude (ein bedeutendes Kulturdenkmal der rheinischen Architekturgeschichte; Baujahr: 1856-58) Teil des Arp Museums. Das Arp Museum gilt als eines der wichtigsten Kunstmuseen am Mittelrhein.

Wir wandern vom Parkplatz aus los, Es geht oberhalb des Wildparks Rolandseck durch den Wald. Nach zwei „Rechtsabbiegungen“ wandern wir dann in nördliche Richtung und kreuzen bald den Rolandswerther Bach. Wenig später treffen wir auf die Vulkanstraße, der wir nach links folgen.

Jetzt sind wir unterwegs im Krater der Rodderbergs, der letztmalig vor rund 250.000 bis 300.000 Jahren ausbrach. Rechterhand liegt der Broichhof, heute eine bekannte Reitanlage, früher einmal Standort einer Wasserburg. Wir treffen auf die Broichhofkapelle, die im 19. Jahrhundert aus Feldbrandziegeln errichtet wurde und über eine Kastanienallee mit dem Broichhof verbunden ist.

Bereits 1927 wurde der Rodderberg zum Naturschutzgebiet erklärt. Im 73ha großen Naturschutzgebiet Rodderberg kommen über vierzig Arten vor, die auf der Roten Liste stehen. Der Rodderberg gilt als Wärme-Insel und wird von Tier- und Pflanzenarten bevölkert, die sonst eher in Südeuropa vorkommen.

Auf unserem Rundweg um den Rodderberg passieren wir nun den Aussichtspunkt Heinrichsblick, einer der schönsten und bekanntesten Aussichtspunkte mit Blick auf das Siebengebirge am anderen Rheinufer.

Wir bleiben auf der Vulkanstraße und wandern vor zum Rathsturm, der 1848 als neugotischer Bruchsteinbau zu Wohnzwecken errichtet wurde. Wenig später sind wir am Rolandsbogen. Der Rolandsbogen ist der Überrest der mittelalterlichen Burg Rolandseck. Der Rolandsbogen ist nicht nur Start des Rheinburgenwegs, sondern auch schon seit über hundert Jahren beliebtes Ausflugsziel mit Gastronomie und herrlichem Blick über das Rheintal.

Vom Rolandsbogen aus wandern wir weiter flussabwärts und passieren das Freiligrath-Denkmal. Das wurde erbaut, um an den Retter des Rolandsbogens zu erinnern. Der Dichter Ferdinand Freiligrath machte sich im 19. Jahrhundert für den Erhalt des Burgrests stark, ansonsten wären die Ruinen wohl vollends abgetragen worden.

Mit einer kurzen Passage entlang der Bundesstraße B 8 kommen wir noch einmal in den Wald, passieren den Goethe-Stein und wandern oberhalb des Arp-Museums zurück zu unserem Startpunkt.

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